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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 562 -
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562 Von Csäkvär gelangt man über Vertes Boglär, eine blühende Gemeinde von mürttembergischen Kolonisten, die wiedernm dnrch die Grafen Esterhäzy angesiedelt wurden, nach Bicske, das mit über 6000 Einwohnern der drittgrößte Ort des Comitats ist. Ehedem Besitzthnm der Familie Szerdahelyi, wurde es später, mit Tamäsi im Toluaer Comitat, eine Appertinenz der den Szechy gehörigen Burg Balog. Zu Beginn des XIV. Jahrhunderts wurde es mit den Besitzungen der Burg Vitän vereinigt, gelangte dann nach Abschüttlung der Türkenherrschaft an das gräfliche Haus Batthyany, wurde jedoch nach 1848 dem Grafen Kasimir Batthyany confiscirt, und seitdem vertheilen sich die früher eine große Domäne bildenden Grundcomplexe als mittlerer Grund- besitz unter zahlreichen Eignern. Blos das alte Schloß und einige größere landwirth- schaftliche Gebäude erinnern noch daran, daß es einst der Verwaltungssitz einer großen Herrschaft war. Die Straßen sind gut gehalten und weisen auch etliche hübsche Häuser auf. doch hat der Ort keinen städtischen Charakter. Seit Eröffnung der Bndapest-Szönyer Eisenbahn belebt sich auch sein Handelsverkehr und seitdem wird Bicske nebst Umgebung, sammt den umliegenden Ortschaften, sogar von den Budapester Ausflügleru häufig besucht, ja bereits als Sommerfrische benützt. In nördlicher, beziehungsweise nordöstlicher Richtung gehen von Stuhlweißenburg noch zwei wichtigere Straßen aus: die eine über Lovasbereny nach Alcsüth, die andere an dem Velenczeer See vorbei dnrch das Martonväsärer Thal nach der Hauptstadt. An der Westseite der Stnhlweißenbnrger Weinberge gelangt man über die Pußta Csala, wo ein hübsches Georg v. Kegl'sches Schloß steht, nachdem man die an Kumanen- hügeln reiche Ortschaft Patka links liegen gelassen, nach Lovasbereny. Dies ist einer der bedeutenderen Orte im Comitat und Verwaltuugssitz der gräflich Eziräky'fcheu Fideicommißherrschasteu. Die alte Kirche, zu Ehren des heiligen Andreas errichtet, ist trefflich erneuert. Auch die Jsraeliten haben hier eines ihrer ältesten Bethäuser, da ihnen an diesem Orte die Niederlassung seit alten Zeiten gestattet war. Daher kommt es wohl auch, daß Lovasbereny noch immer von zahlreichen Jsraeliten bewohnt wird und einen verhältnißmäßig sehr entwickelten Handel hat. Das hübsche gräslich Cziräky'sche Schloß, inmitten eines schönen Parkes gelegen, die dazu gehörigen gut gehaltenen Herrschastsgebände, schönen Äcker, gut bewirthschafteten Wälder, in denen sich auch ein Jagdschlößchen befindet, tragen dazu bei, diesen Ort anziehend und den Weg angenehm zu machen, der über die zur Alesüther Herrschast gehörige Ortschaft Aesa nach Alcsüth führt. In Lovasbereny ist der einst bekannte Wiener Humorist Saphir geboren.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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