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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Band 16
Seite - 574 -
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574 meist große herrschaftliche Landwirthschaften, und nnr hier und da erinnern die Trümmer- reste einer Kirche an die alten Zeiten. Hier liegen die Ortschaften Aba, Sar-Kereßtur, Sär-Bogärd, Map, Czecze, Alsö-Szentivän, Vajta, meist von mittleren Grund- besitzern bewohnt. Gut eingerichtete, wenn auch uicht eben große Meierhöfe, hübsche Gärten, wohnliche Herrensitze wechseln in dichter Folge ab, und mitunter erscheint ein parkumgebenes Magnatenschloß, das den größeren Herrschasten, die aus den zwischen den Ortschaften verstreuten ausgedehnten Pußten gebildet wurden, als Mittel- punkt dient. In Vaj ta hat Graf Ferdinand Zichy, in Fe l sö-Szent - Jvän Graf Eugen Zichy einen schönen Park mit nenerbantem hübschem Schloß, beide auch an Kunstschätzen reich; auf Pußta Hörcsök steht ein Schloß des Grafen Paul Zichy, in Nagy-Läng ein Schloß des Grafen Johann Zichy, beide von nicht gewöhnlicher Stattlichkeit. Das Schloß zu Hörcsök heißt Annavär (Annaburg) und wurde während der Fünfziger-Jahre auf einem öden, früher als Hutweide benützten Grundstück in gothischem Stile erbaut. Seine schönen Verhältnisse, die künstlerische Durchführung jedes Details, die bequeme Eintheilnng machen es zu einem der gelungensten unter den Gebäuden dieser Art. Auch der Park ringsum ist mit höherem Kunstgeschmack angelegt; weiterhin folgen dann die herrschaftlichen Wirthschaftsbetriebe. Die Ökonomie ist eine der fort- geschrittensten Musterwirthschaften, die der seltenen Fachkenntniß ihres Besitzers ein schönes Zeugniß ausstellt. Das Schloß zu Nagy-Lang wurde zu Beginn dieses Jahrhunderts erbaut; die Giebelseite ist mit Säulen geschmückt, die Säle sind im Rococostil gehalten, es hat eine imposante Einfahrt, ein geschmackvolles Treppenhaus und etwa 100 Zimmer, die prächtigen gewölbten Ställe und bequemen Nebengebäude nicht zu vergessen. Es ist einer der größtaugelegteu Herrensitze und steht in einem herrlichen Park von 100 Joch, dem sich die die herrschaftlichen Dienstgebäude umschließenden parkartigen Remeß- Pslanzungen, ein großer Teich mit schöner Insel und eine Fasanerie von etwa 120 Joch anschließen. Die Rosenhaine im Park und vor dem Schlosse, die großen kreisförmigen Teppich- beete, namentlich aber die prächtigen Glashäuser, das abgesonderte Palmenhaus und das Ananashaus zeigen, daß die hiesige Kunstgärtnerei ersten Ranges ist. Die große Domäne Lang gehörte einst zu den schönsten Musterwirthschaften, betrieb die feinste Schafzucht und unterhielt das berühmte, jetzt in Adony befindliche Gestüt. Zu dieser Domäne gehört auch die Pußta Föveny, wo eine römische Colonie stand und viele Alterthümer gefunden werden. Die Schaaren Ladislans des Knmanen schlugen hier eine Haupt- schlacht gegen die hochadeligen Aufrührer.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Band 16
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (4)
Band
16
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.18 x 21.71 cm
Seiten
616
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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