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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Galizien, Band 19
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244 Resultate können jedoch, da sie ans Kinder nnd Halberwachsene Bezug haben, keine Vorstellung darüber geben, wie es sich damit bei dein erwachsenen Theile der Bevölkerung verhält, wo sich jene Farben schon eonsolidirt haben. Ans diese Altersstufe beziehen sich die Beobachtungen, welche die anthropologische Commission gesammelt hat. Wenn man vorerst mit Ausschließung der kleineren Schattiruugen alle Farben, sowohl der Augen als der Haare und der Haut, uur iu helle und dunkle scheidet, dann in eine Abtheilung alle Fälle nimmt, wo allerorten helle Farben sich fanden (Haare: blond, Augen: entweder blau oder grau, Haut: weiß), in die zweite Abtheilung jene Fälle, wo sich in ähnlicher Weise dunkle zusammenfanden (Haare: brann oder schwarz, Augen: braun oder schwarz, Haut: brünett); wenn man endlich eine dritte Abtheilung macht, wohin Personen gemischter Farben kommen (z. B. bei schwarzen Haaren blaue Augen, bei blonden Haaren schwarze Augen und brünette Haut u. s. w.), so entstehen drei Typen: der helle, der dunkle und der gemischte. Die Bevölkerung wird, in diese drei Typen und iu die drei Nationalitäten getrennt, zu je 1000 Seelen in folgendem Verhältniß stehen: Polen' Heller Typus 354, dunkler Typus 194, gemischter Typus 452; Ruthenen: „ „ 240, „ „ 2K2, „ „ 498; Juden: ., ., 143, „ „ 247, „ „ KW. Auf diese Art kamen auf 100 Personen des dunklen Typus je 182 Polen, 91 Ruthenen, 58 Juden des hellen Typus. Das Verhältniß des hellen Typus auf je 1000 Seelen erweist sich in den verschiedenen Bezirken bei den Polen höher als das dargestellte allgemeine Mittelverhältniß, besonders in den Bezirken von Bireza, Grodek, Rohatyn und am höchsten (771) von Bochuia; niedriger ist es in den Bezirken von Jaslo, Limanowa, Nowytarg (Neumarkt), Skakat und besonders von Lisko (91). Bei den Goralen sinkt der helle Typus bedeutend; der dunkle Typus hat aber kein bedeutendes Übergewicht, da der gemischte Typus beide überwiegt. Sowohl bei den Polen als auch bei den Ruthenen zeigt sich überall, wo sie Ebenen bewohnen, ein Vorherrschen des hellen Typus im Gegensatze zu jenem der Goralen. Bei den Huzulen von Bohorodezany traf man nicht eine einzige Person mit den Merkmalen des hellen Typus an. Bei den Juden zeigen die Bezirke von Brody nnd Bohorodezany genau dasselbe Verhältniß des hellen Typus zum dunklen, wie es in der ganzen jüdischen Bevölkerung Galizieus sich fiudet, das heißt 143. Es hebt sich bedeutend im Bochnier Bezirke und ist in jenem von Bireza bei der Hälfte der dort ansäßigen jüdischen Bevölkerung zu finden. Jedoch läßt in den verschiedenen Distrieten der Wechsel der Wohnorte, wie ihn die Juden der Handelsvortheile wegen vornehmen, diese Aufzeichnungen als sehr unsicher erscheinen. Ter in allen Nationalitäten am häufigsten vorkommende Typus ist jedoch der gemischte, in dessen Zusammensetzung bei den Polen nnd Rnthenen die Combination der
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Galizien, Band 19
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Galizien
Band
19
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1898
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.48 x 22.34 cm
Seiten
920
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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