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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Galizien, Band 19
Seite - 263 -
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263 wie die der Uhlanen, mit drei Reihen glänzender Metallknöpschen geschmückt, welche querüber durch rothe Schnürchen miteinander verbunden werden, die an jedem Knopfe der Außenseite mit Quästchen abschließen. An den Seiten befinden sich mit Klappen versehene Täschchen. Diese Klappen sind mit einem rothen Streifen und Knöpfchen besetzt. Mit einem gleichen Streifen sind die Schöße versehen. Das Futter ist aus rothem Tuche. Diese Weste erinnert lebhaft an den Krakauer Kaftau. Sie reicht manchmal nur bis zum Gürtel, mit demselben Schmuck von Knöpfchen, Schnürchen und Quästchen. Der Gürtel ist schmal, mit kleinen Knöpfchen beschlagen, mit Rädchen versehen und wird mit Recht Krakauer Gürtel genannt, da er in der That ein solcher ist. Die Beinkleider sind aus demselben Tuche wie die Weste, um die Taschen herum ornanientmäßig mit rothem Tuche ausgenäht und werden, wie überall bei den polnischen Bauern, in die Stieselschäste gesteckt. Die Stiefel sind hier nicht weniger schön als die Krakauer und auch mit Eisenbeschlägen versehen. Nach der Krakauer Volkstracht ist diese wohl die schönste. Demselben maznrischen Terrain gehört auch die Tracht der Gtuchoniemey an. Sie ist mit der Zeit polnisch geworden, und was sich noch von altersher erhalten hat, scheint nach Sznjski's Annahme an die Trachten der Siebenbürger Sachsen zu erinnern. Die Trachten der Beskidy- nnd Pioniny-Bewohner sind eine Abart Goralen-Trachten. Die Trachten der Frauen zeigen eine nicht minder große Mannigfaltigkeit als die der Männer, gleichwohl sind sie mit dieser stets in engem Zusammenhange; denn der Schnitt des Überkleides der Frauen unterscheidet sich sehr wenig von dem des männlichen Übergewandes. Das Überkleid der Frauen bilden allgemein: die Korniea oder plotuiunk^, der ^upan und der Pelz. Die Gornica ist sowie beim Manne aus weißem Hanf- oder Leinenstoff nnd wird zur Sommerszeit sowohl an Feiertagen wie an Wochentagen getragen. Der Zupau vertritt die Stelle der Sukmane, ist von Tuch in verschiedenen Farben, je nach der Gegend, gefertigt, gewöhnlich aber granatfarben oder blau in verschiedenen Schattirnngen. Die Pelze der Männer werden ans weißen Schaffellen gemacht, die weiß, seltener gelb gegerbt sind. Die Pelze der Franen sind gleichfalls Schafpelze, aber gewöhnlich von zarteren Thieren, schwarz und mit Tuch überzogen, das von der Farbe des Znpau ist. Natürlich fehlt es nicht an Aufputz auf diesem Übergewande. Die Stelle der Westen nehmen Leibchen, Jäckchen, Mieder ?e. ein. Alles dies in den mannigfachsten Farben und Verzierungen. Die Hemden, immer mit Ärmeln, sind mehr als die der Männer geschmückt nnd von etwas abweichendem Schnitte. Sie sind reich ausgenäht, namentlich auf den Achseln und den Säumen. Die Krägen sind bald nmgelegt, bald stehend, je nach der Gegend. Am Halse tragen sie eine beträchtliche Menge von Perlenschnüren, besonders lieben sie Korallen und Bernsteinkugeln. Röcke, Schürzen und Schürzchen sind entweder aus weißer selbstgesponnener Leinwand, oder aus Perkail, Barchent, Flanell, Mousseline oder Battist
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Galizien, Band 19
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Galizien
Band
19
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1898
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.48 x 22.34 cm
Seiten
920
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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