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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Galizien, Band 19
Seite - 529 -
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52k) und wenn er im Freien auf dem Lande zu thun hat, die Prodnete der Hausindustrie benutzt und sich Vieles von der Banerntracht aneignet. Haben wir bisher in Kürze die Entstehung unserer Hausindustrie uud der aus dieser hervorgegangenen Kleingewerbe nach Wesen und Bedeutung für die Einwohner des Landes im Allgemeinen zu erfassen gesucht, so wollen wir jetzt einen flüchtigen Blick auf einzelne Erzengnißgrnppen werfen nnd dieselben kurz charakterisiren. Unter den Erzeugnissen unserer Hausindustrie lassen sich im Allgemeineil folgende Erzengnißkategorien (Industriell) unterscheiden: Erzeugnisse 1. der Weberei (Textil- industrie); 2. der Thonindustrie; 3. der Holzhausindustrie; 4. Erzeugnisse aus Stroh und Schilf; 5. Erzeugnisse aus Thierleder und Thierfellen; 6. Erzeugnisse ans Metall; 7. Erzeugnisse aus Stein; 8. Erzeugnisse der Frauenarbeit. Die Erzeugnisse aller dieser Kategorien (Industrien) müssen wir wiederum in zwei große Gruppen zusammenfassen. Die eine Gruppe besteht aus Erzeugnissen ohne allen örtlichen oder traditionellen Charakter, welche dem allgemeinen Gebrauche dienen. Die Erzeugnisse dieser Gruppe gehören schon meistens zum Kleingewerbe, wie z. B. Leinwand für Wäsche ze. In die zweite Gruppe gehören alle Erzeugnisse, die nach alter Tradition für und in einer Gegend erzeugt werden. Die Unterscheidung dieser zwei Gruppe« ist für den Fortbestand unserer Haus- industrie und für das Gedeihen unseres Kleingewerbes von der größten Wichtigkeit. Die erste Gruppe besitzt schon mehr einen allgemeinen industriellen Charakter; das Originelle nnd Typische der Erzeugnisse der zweiten Gruppe muß bei jeder speciellen Hausindustrie besprochen werden. j. Die Texti l industr ie (Weberei). Die Weberei war eine der Hauptindustrien des Bauernhauses, deim Wolle, Hanf und Flachs, also Leinwand und Tuch bilden das vorzüglichste Bekleidungsmaterial der ganzen Bevölkerung und die Weberei war nach der Landwirthschaft die wichtigste Nebenbeschäftigung der ländlichen Bevölkerung. Es ist nicht lange her, daß fast in jedem Bauernhause eiu Webestuhl war; in vielen Gegenden ist er ein fester Bestandtheil der Wohnstube. Wir unterscheiden Weißweberei und bunte Weberei von Flachs und Hanf. Die Flachsweißweberei ist in vielen Gegenden zum Kleingewerbe geworden. Man benutzt bereits Webestühle von neuer Constructiou und der Betrieb ist mehr fabriksmäßig, besonders in Westgalizien, wo es Colonien von Webern gibt, so zu Krosno, Korczyn, Dembowiee, Gliniany n. s. w., die man nicht mehr zur Hausiudustrie zählen kann, umsoweniger, als sie schon Fachschulen haben nnd Webergenossenschaften bilden. Doch gibt es noch sehr viele Gegenden in Galizien, wo die Flachs-, Hanf- und auch Tuchweberei als wahre alte Hausindustrie fortdauert. Fast im ganzen Lande, besonders aber in Ostgalizien werden neben der weißen Weberei auch bunte Stoffe sowohl Galizien. 34
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Galizien, Band 19
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Galizien
Band
19
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1898
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.48 x 22.34 cm
Seiten
920
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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