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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 323 -
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323 ärmsten Stammesbrüdern. Sie fügen sich höchst willig den Verfügungen und Entscheidungen ihres Cultusrathes, welcher die Armen aus den nicht sehr reichen Mitteln der Cultus- gemeinde versorgt. Es gilt als eine große Schande, ein Almosen zu verlangen, weshalb man nie einen armenischen Bettler anzutreffen vermag. Aus den Mitteln der Cultus- gemeinde wird die im Hofraume der Pfarrkirche befindliche vierclassige Nationalschule erhalten, an der von einem Direetor und zwei Unterlehrern der an den Volksschulen sonst übliche Lehrstoff in armenischer Sprache, dann die deutsche und rumänische Sprache und noch der armenische Kirchengesang gelehrt wird. Wahlfahrtskirche Haczkadar bei Suczawa. In hohen Ehren steht bei den Armeniern die Gastfreundschaft, für allzu große Geselligkeit aber schwärmen sie nicht besonders. Im Verkehre mit Angehörigen anderer Nationalitäten erweisen sie sich sehr zuvorkommend; trotz ihres ausgebildeten National- gefühles kommen in letzter Zeit Fälle vor, daß sie sich mit Angehörigen anderer Volksstämme und Glaubensbekenntnisse ehelich verbinden. Den Kindern wird gleich nach der Geburt von der Hebamme etwas Salz auf den Rücken gestreut, im Glauben, daß dasselbe das Blut reinige und daß dann der Kinderschweiß weniger unangenehm rieche. Erfahrenere Hebammen sollen dem Salze noch verschiedene Wohlgerüche beimischen und Gebete hersagen. Das neugeborene Kind wird in der Regel erst nach acht Tagen und zwar in der Kirche getauft. Eine Ausnahme findet nur im
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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