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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 328 -
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328 verschiedenförmige geräucherte Würste aus Rind-, Schaf- und Gänsefleisch, „snlami, su»iuk, potcoave«, armenisch aber benannt, oder räuchern ganze Fleischstücke davon als würzigen, schmackhaften Zubiß. Denn in ihrer Küche spielt das Gewürz eine große Rolle. Gerne essen sie eine Art stark wohlriechender Honigkuchen mit Safran, „katlainä" oder genannt; ferner einen aus gestoßenen, in Honig gekochten und gerösteten Nüssen und Mohnkörnern bereiteten „cialausi" benannten Süßkuchen. Auch pflegen sie gebratenes Rindfleisch in einem Holzgefäß in der Art zu couservireu, daß man es öfters mit dem eigenen Fett übergießt und in dieser Sülze stehen läßt. Im Winter wird dieses „ctiaurma- genannte Fleisch aufgewärmt auf den Tisch gesetzt. Der Suppe mengen sie ckurut bei, weshalb sie auch grünlich wird, und säuern sie mit saurer Milch und Petersilienblättern. Beliebt ist auch die mit Safran und „burelci?a" benannten Fleisch- kügelchen zubereitete Maccarouisuppe. Den Braten bereiten sie mit Koriander oder Reis zu. Ihre .pnctüava" benannte Strudelart besteht aus hundert mit Honig gefüllten Blättern. Sehr beliebt ist ein aus gehacktem Fleisch und Eierfrucht bereitetes, genanntes Gericht. Ihre Mehltaschen, ,samsali« benannt, werden in Fett geröstet und mit Fleisch gefüllt. Oft bereiten sie in Rindsuppe gekochte, kleingeschnittene, »Mkka- genannte Nudeln. Ihr Thee- oder Kaffeegebäck, »loekum- benannt, besteht aus Mehl, Butter, Hefe, Eiern und Milch. Ferner kochen sie halbgeschrotene Weizengraupen in Suppe ein und übergießen dann diesen »Zor^ot« genannten Brei mit Butter, worauf er mit sauerem Schafschmetten gegessen wird. Der Name dieses Breies dient oft dazu, um Einem seine Dummheit vorzuhalten: „Man kocht dir^or^vt ein und du siehst es nicht!" Der „korubia« genannte Kuchen wird mit viel Butter und Zucker zubereitet und dann im Backofen gebacken. Der nichtgerollte, sondern schichtenförmig gelegte, mit Äpfeln, Käse und Fleisch gefüllte Strudel heißt .baKelibaeZ!". Zu Neujahr wird ein aus Teig-, Mohn- und Honigschichten und einer aus geschälten Nüssen bestehenden Oberschichte zubereiteter, genannter Süßkuchen aufgetischt. Endlich bereiten sie sehr oft eine aus Rosinen und Reis bestehende, »pilak« zubenannte Speise solgenderart: der Reis wird zuerst in Fleischsuppe, dann mit Rosinen und Butter gekocht, worauf man ihn, damit er nicht weich wird, mittelst einer Serviette zudeckt. Die Armenier sind auch große Freunde orientalischer Süßigkeiten, wie der in Zucker eingekochten Früchte und Blüthen, ,ckulc?eat?e" genannt, des rokat und verschiedener Scherbets und der Halwas (änkukalwa). Die Kleidung der Armenier ist einfach und heute fast durchwegs die moderne, nur hie und da bekommt man noch die langen, orientalischen Kleider zu sehen. Früher trugen die Männer weite, ,s?alvvnri" benannte Stoffbeinkleider, im Winter aber solche aus Schaffellen, benannt. Den Körper bedeckte ein oft seidener, weiß- und roth- gestreifter, mit einem Stehkragen versehener, „untereu" oder .ncibvn- zubenannter Talar,
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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