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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 384 -
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384 Linie genannt zu werden. Zu gleicher Zeit mit ihnen wirkten in dieser Richtung der Katechet Stefau Tarnovietzki und der Semiuarspiritual und spätere Erzbischos und Metropolit Teoktist Blajevici. Ihnen folgten dann die Lehrer Jon Drogli lind Crisant Matiasievici und die Professoren Dnmitrn Jsopesknl, I. G. Sbiera uud Jllie Lutza. In jüngster Zeit hat sich insbesondere der Übungsschullehrer Niknlai Jeremievici-Dnban durch Ver- öffentlichung einer Reihe gediegener Volksschulbücher einen guten Ruf erworben. Für den Unterricht in der rumänischen Sprache an Mittelschulen war es der Gymnasialprofessor Arou Pumuul , der das erste rumänische Lesebuch in sechs Bänden und eine rumänische Grammatik in deutscher Sprache nebst anderen kleineren Schriften veröffentlichte. Pumuul war zu Kuezulata in Siebenbürgen geboren, stndirte die Theologie in Wien und wurde im Jahre 1847 Professor der Philosophie zu Blaseudors (LlaZ. Im Jahre 1848 gehörte er zu den maßgebenden Persönlichkeiten nnter den Rumänen, die treu zu Kaiser und Reich hielten; deßhalb von den Magyaren zum Tode bestimmt, entkam er ihren Verfolgungen auf abenteuerliche Weise und gelangte durch die Walachei und Moldau nach der Bukowina gerade zur Zeit, als die Hurmnzaki'sche Zeitung .IZueovina- zu erscheinen begann nnd die erste Lehrkanzel für rumänische Sprache und Literatur in Österreich an der philosophischen Lehranstalt zu Czernowitz errichtet wurde. Arou Pumnul verwaltete dieses Lehramt durch volle zwölf Jahre uuuuterbrocheu, erkrankte aber im Jahre 1861 schwer und wurde von nun an von seinem Schüler und Nachfolger I. G. Sbiera bis zu feiuem am 24. Januar 1866 erfolgten Tode fnpplirt. A. Pumnul verstand es, bei seinen Zöglingen Liebe zur Pflege der Muttersprache zu erwecken und zu festigen und hat sich dadurch bei den Bnkowiner Rumänen ein bleibendes Andenken erworben. Zu dieser Zeit entbrannte ein heißer literarischer Streit um die Art, in der die rumänische Sprache mit lateinischen Buchstaben zu schreiben sei. Die Siebenbürger Rnmänen, mit Timotei Ciparin an der Spitze, waren eifrige Verfechter des etymologischen Princips. Wiewohl A. Pumnul anfangs ebenfalls diesem Principe huldigte, so überzeugte er sich doch bald von der Unzweckmäßigkeit desselben und so trachtete er ein rein phonetisches Alphabet festzustellen, iudem er auch für jene Lante der rumänischen Sprache, für welche im lateinischen Alphabete keine besonderen Zeichen vorhanden waren, eigene Buchstaben in Vorschlag brachte. So wurde er der Begründer der rein phonetischen Richtung, die jetzt überall bei den Rumänen zur Geltung gekommen ist, wenn auch nicht in der Weise und in dem Sinne, wie es von A. Pumnul angestrebt wurde. Semem Einflüsse ist es zuzuschreiben, daß die Bukowiuer Rumänen sich so leicht entschlossen, die lateinischen Buchstaben in ihre Schrift einzuführen. Inländische Stimmen über die Bedeutung Aron Pnmnnls sind von seinem Schüler I. G. Sbiera in dem Werke: ,^ron pumnul, Voel .isupra vietil si Znsurnnätütil lul" 1889 pnblicirt worden.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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