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die im Jahre 1886 unter der Redaction des Advocaten Dr. Matei Lupul zweimal des
Monats zu erscheinen begann und im Jahre 1891 aufhörte, um nach einigen Monaten
unter dem Namen ,(?a?ela kueovinel" zuerst unter der Redaction des im Jahre 1893
verstorbenen Pompilin Piposz, dann des G. Bogdan-Dnica, hierauf des Eusebiu
Stefanelli und zuletzt des Mihai Teliman und Dumitru Bucevski bis heute (1896) bei
zweimal wöchentlichem Erscheinen fortgesetzt zu werden.
Wenn wir nun zur Betrachtung der literarischen Erzeugnisse der Bnkowiner
Rumänen auf den übrigen Gebieten übergehen, so fiudeu wir auf dem theologischen
Gebiete eine literarische Bewegung, die erst nach der im Jahre 1848 erfolgten Einführung
der rumänischen Sprache als Unterrichtssprache an der bestandenen theologischen Lehr-
anstalt in die Öffentlichkeit trat. Den ersten Schritt in dieser Richtung that der talentvolle
Theologieprofessor Vassile Janovici (1806 bis 1866), der an jener Anstalt vom
Jahre 1836 bis zu seinem Tode ununterbrochen und unermüdlich wirkte. Sein
früherer Familienname war Arnautul, da seine Vorfahren, gleich denen einiger anderer
Familien, wie z. B. der Bendellas, eingewanderte Macedonier-Rnmänen, auch Arnanten
genannt, waren. Er hat mehrere werthvolle theologische Werke verfaßt, von denen nur der
Eommentar zum neuen Testamente unter dem Titel: .Islvric-Iiterarü Meuiro a cürlilvr
noulul l'eslnmenl", Ezernowitz 1856 bis 1861, in fünf Bänden, während seiner Lebenszeit
erschienen ist, während von den übrigen von ihm druckfertig gestellten Werken, wie
,krmeneütiea biblicü Feneralü", „Oitiea lestulul eüitilor teswmentulul noü" und
»OeslomÄtiea, iimdei Ki-eeeZti u stiiMor püriirtl" bloß die beiden ersteren nach seinem
Tode von seinem Neffen und Nachfolger, dem Universitätsprofessor Isidor Ritter von
Onciul, zum Drucke befördert wurden.
Nach diesem herzhaften und glücklichen ersten Schritte haben die jüngeren Lehrkräfte
der bestandenen theologischen Lehranstalt und die Professoren der derzeitigen theologischen
Facnltät der k. k. Franz Josephs-Universität eine lobenswerthe literarische Thätigkeit
entfaltet, indem sie nicht nur wissenschaftliche Artikel für die oberwähnte theologische Zeit-
schrift .LsnZelÄ- schrieben, sondern auch größere und kleinere Werke ihres Faches
veröffentlichten, wie der 1888 verstorbene Dr. V. Mitrofanovici eine Homiletik (1878,
eine Litnrgik von ihm liegt im Manuskripte druckfertig vor) und Isidor Ritter von
Onciul (gestorben 2. März 1897) eine biblische Archäologie (1884) und eine Einleitung in
das Bibelstudium des alten Testaments, die noch lebenden Professoren Jnvenal I. Stefanelli
eine Katechetik (1879) und Katechesen (1879 bis 1881), und Eusebius Popovici ein
Studium für den ersten Bnkowiner Kirchencongreß (1880), Dr. Em. Voiutzki über den
Propheten Joel (1882), Konstantin Popovici über die Quellen des Kirchenrechtes (1886)
und die apostolischen Eanones danoanete apvslolice, 1896), Vladimir V. de Repta
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Bukowina, Band 20
- Titel
- Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
- Untertitel
- Bukowina
- Band
- 20
- Herausgeber
- Erzherzog Rudolf
- Verlag
- k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
- Ort
- Wien
- Datum
- 1899
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 15.14 x 21.77 cm
- Seiten
- 546
- Schlagwörter
- Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
- Kategorien
- Kronprinzenwerk deutsch