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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 421 -
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421 Von dem ebenfalls von Stefan dem Großen im Jahre 1488 begründeten Kloster Woronetz besteht außer der Kirche noch der jetzt lediglich zur Aufnahme der Glocken benützte Eingangsthurm, während man von den verhältnißmäßig dünn gehaltenen Umfangsmauern nur einzelne unter der Rasendecke verborgene Fundamente nachweisen kann. Die südlich der Kirche befindlichen Ruinen eines größeren Gebäudes rühren von einer zu Ende des vorigen Jahrhunderts durch ein englisches Geschäftshaus errichteten Porzellanfabrik her, die wohl mit Benützung einzelner Theile der Klosterfundamente erbaut worden ist. Das jetzige Kloster Suezawa, dessen Kirche im Jahre 1514 als neue Metropolitan- kirche vom Wojwoden Bogdan III. begründet und 1522 von seinem Sohne Stefan VI. vollendet wurde, besaß keine besonderen Befestigungsanlagen; den Glocken- und Eingangs- thurm erbaute der Wojwode Peter VI. (der Lahme) im Jahre 1589. Minder befestigt war das Kloster Humora, dessen Kirche im Jahre 1530 von dem Ic»»vket-mare (Kanzler) Theodor Bubujog als Grabeskirche errichtet wurde und von dem nur noch ein hoher Thurm besteht. Dagegen wurde das Kloster Watra-Moldawitza von dem Wojwoden Peter Raresz im Jahre 1531 vollkommen nach fortisicatorifchen Grund- sätzen erbaut. Die l'/s Meter starken, an sechs Meter hohen, aus Bruchsteinen bestehenden Ringmauern umschließen den ungefähr 65 Meter breiten nud 72 Meter langen Klosterhof. An der Südseite fehlt dermalen die Mauer, an deren Stelle in jüngerer Zeit das jetzige Pfarr- und Wirthschaftsgebäude kam. An dem Südende der nach Osten gerichteten Seite befindet sich der starke quadratische Glockenthurm, ungefähr in der Mitte der dreigefchoßige Eingangsthurm und an dem Nordende ein runder Vertheidigungsthurm. In der Mitte der Westseite ist ein im Äußeren einem starken Strebepfeiler gleichendes Kämmerchen mit Schießscharten ausgebaut, um die Mauer zu eufilireu. Die innere Ecke zwischen der Nord- und Westseite wird von den Ruinen des zweigeschoßigeu Wohnhauses eingenommen, das sich der Radautzer Bischof Ephrem in den Jahren 1610 bis 1612 erbauen ließ. Die Klöster Humora und Watra-Moldawitza waren übrigens schon früher gegründet worden und bestanden an anderen Stellen. Das letztere hatte im Jahre 1401 Alexander der Gute, Humora aber, vielleicht um weniges später, der Richter Johann errichtet. Wenige Ruinen der ursprünglichen Klöster, größere Reste indeß von der alten, durch einen Wolkenbruch zu Grunde gegangenen Klosterkirche Watra-Moldawitza sind noch vorhanden. Snezawitza, das von der fürstlichen Familie Mogila begründet wurde und für welches Kloster Georg Mogila, Bischof von Radautz und nachmaliger Metropolit der Moldau, zuerst eine hölzerne Kirche aufführen ließ, wurde in seinem jetzigen Zustande, abgesehen von den mittlerweile adaptirten Wohn- und Wirtschaftsgebäuden und von minder wesentlichen Veränderungen an Kirche und Umwalluug, von dem Brnder des
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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