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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 422 -
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422 Bischofs, dem Laudesverweser und nachmaligen Wojwoden Jeremia Mogilas in den Jahren 1578 bis 1581 erbaut. Es ist das imposanteste und, mit Dragomirua, das best- erhaltene der Bukowiner Klöster. Die Ecken der den Klosterhof umschließenden, mehr als sechs Meter hohen gewaltigen Ringmauern werden von vier Thürmen eingenommen, deren nordwestlicher, gestützt durch besondere Strebepfeiler, quadratisch erscheint, während die drei anderen polygonalen Grundriß besitzen. Der quadratische Eingangsthurm hat sein schmales, sehr niedriges Thor zwischen zwei ungeheuer massigen, an ihren Borderseiten wohl je sechs Meter breiten, aus riesigen Quadern hergestellten Strebepfeilern. Während die bisher vorgeführten Bukowiner Klöster, ebenso wie das weiter unten beschriebene ehemalige Kloster Solka, mit Ausnahme des Klosters Suezawa, in Gebirgs- thälern liegen, befindet sich das Kloster Dragomirna im Hügellande, allerdings eingeschlossen zwischen ausgedehnten Waldungen. Es wurde im Jahre 1602 von dem Metropoliten der Moldau, Anastasius Krimka gegründet, der anch die prachtvolle Kirche errichtete. Erst nachträglich, und zwar durch deu Wojwoden Miron Mogila (Barnowski) gegen 1630, erhielt dieses Kloster, ähnlich dem Kloster Snczawitza, eine festuugsartige, starke Umwalluug; insbesondere wnrden hier sehr bequeme, noch heute bestehende gedeckte Umgänge vor den schmalen Schießscharten der Ringmauern angeordnet. Dragomirna bildet die jüngste größere Befestigungsanlage in der Bukowina. Nahezu gleich gut umwallt ist auch das ehemalige Kloster Solka, das von dem Wojwoden Stefan X. Tomsza im Jahre 1612 begründet, und, als der vertriebene Fürst neuerdings auf den Thron gelangte, im Jahre 1623 durch ihn vollendet wurde. Mit Aus- nahme der schönen Kirche und des Glockenthurmes befinden sich die Baulichkeiten, welche jenen von Watra-Moldawitza ziemlich gleichen, bereits in halb ruiuenhastem Zustande. Mit einer allerdings kaum meterdicken, durch Strebepfeiler verstärkten Mauer ist endlich auch noch das armenische Kloster zum heiligen Axenti umwallt, das, westlich der Stadt Suezawa und etwa einen Kilometer von dieser entfernt, am nördlichen Steilrande des höchsten Punktes der Umgebung der Stadt liegt und im Jahre 1551 von dem Armenier Agopsza gestiftet wurde. Au der Südseite, nahe der Südostecke, befindet sich der heute uubeuützte Eingang unter einem mehrgeschoßigen, eine Kapelle enthaltenden Glockenthurm, in dessen Thorhalle man, und zwar auf dem Schlußstein des Thorbogens, die Jahreszahl 1606 bemerkt. Das stockhohe, interessante, eine zierliche Hauskapelle einschließende Haupt- gebäude, das wohl schon vor der Klostergründung bestand, liegt an der Nordseite und hat hier seinen Zugang durch einen niederen, schmalen Thorweg. An der westlichen, südlichen und östlichen Klostermauer ließ Johann Sobieski, als er im Jahre 1686 aus Jassy nach Polen zurückkehrte, den sich an den Ecken bastionenartig erweiternden Wall mit Graben neu anlegen oder einen etwa schon bestandenen bedeutend vergrößern, so daß die Graben-
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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