Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kronprinzenwerk
deutsch
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 432 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 432 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20

Bild der Seite - 432 -

Bild der Seite - 432 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20

Text der Seite - 432 -

432 so in Badeutz, Woronetz, Watra-Moldawitza, Suczawitza, :c.; auch das bereits erwähnte Bild des Klosters Pntna aus der Mitte des XVIII. Jahrhunderts, sowie das aus den Fünfziger-Jahren von Professor Knapp stammende Aquarell dieser Klosterkirche zeigen das Gotteshaus mit einem gegliederten, in der Nähe der Kuppel tiefer gehaltenen Dache; ebenso erscheint auf einem älteren, im Bukowiuer Landesmuseum befindlichen Aquarell die Klosterkirche Dragomirna noch mit dieser Dachform dargestellt. Seither hat man bedauerlicherweise die Bedachungen meist durch plumpe, weit vorspringende, abgewalmte Satteldächer ersetzt. An vielen Kirchen, so in Badeutz, Watra-Moldawitza und Solka, bemerkt man noch deutlich innerhalb des jetzigen Dachbodens, am Laternenfuß, die ehemaligen, niedrig gelegenen Anschlußlinien der alten Dachflächen, sowie darüber Reste früherer Bemalung. Typisch sind für alle diese Kirchen die Kuppel und Dach- spitzen besetzenden, hohen, eisernen Kreuze, welche in ihrer Lage mittelst Ketten fixirt werden; berühmt waren von jeher die reich vergoldeten Kreuze von Solka. Vom Naos ist die Hauptapsis (Altarraum oder Sauctuarium) durch die mit drei, mehr oder weniger gittersörmig gestalteten Thüren versehene Bilderwand (Bildträger, Jkonostasis oder Templon) abgeschlossen, deren mittlere oder Königsthüre nur vom liturgisirendeu Priester benützt werden darf und durch welche dem Volke der gemauerte, mit einer Steinplatte abgedeckte und mit Stoff überzogene Altar (der heilige Tisch) sichtbar bleibt. Zu beiden Seiten desselben befinden sich in den Seitenmauern ausgesparte, offene, winzige Kämmerchen (Prothesis oder Proskomidie und Diakonikon oder Typikarion) mit dem Rüsttische und einem Waschbecken, beziehungsweise einem Glutherde. Im Sanctuarium, sowie häufig auch im Naos und Pronaos sind eine Anzahl kleiner Wandnischen zum Einlegen vou Büchern nnd Geräthen angeordnet; hie nnd da zieht sich im Innern der Hauptapside eine halbkreisförmige, gemauerte Stufe mit einem mittleren, erhöhten, nischen- artig gestalteten Sitze hernm, eine Reminiscenz an die im Presbyterium des altchristlichen Basilikenbaues angeordneten Sitze für die Geistlichkeit, beziehungsweise den Bischof. An dieser Stelle ist gewöhnlich auch der Grundstein des Banwerkes zu suchen. Wie das Sanctuarium, so erscheint zumeist auch der Raum der Seitenapsiden nm eine Stufe über den Naos erhöht nnd es dient derselbe mit den kreisförmig angeordneten Chorstühlen oder Stehlehnen (Strani) und dem in der Nähe der Widmungswand aufgestellten Bischofsstuhle für die Sängerchöre und die Mönche oder für angesehene Laienspersonen. Hier finden wir ferner Drehpulte (Aualogia) zum Auflegen der Meßbücher, das Pult zur Aufnahme des Festtagsbildes (Proskynitarion), Stand- und Kronleuchter, Fahnen und dergleichen. Architektonische Detailformen sind an diesen Kirchen oft nur an den Steingewänden des Haupteinganges mit dem im Allgemeinen fpitzbogig gestalteten Tympanon, an den
zurück zum  Buch Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20"
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild