Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kronprinzenwerk
deutsch
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 472 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 472 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20

Bild der Seite - 472 -

Bild der Seite - 472 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20

Text der Seite - 472 -

472 vertheilt, daß ungefähr 40 Procent desselben auf den Ersteren, 60 Procent ans den Letzteren entfallen. Von den 180 Landgütern, die privaten Großgrundbesitzern gehören, haben die meisten eine Ackerarea von 400 bis 500 Hektar, wenige erreichen ein Ackerarealc von 1000 bis 1200 Hektar, nur eines, Bossancze im unteren Snczawathale, hat eine Ackerarea von 1500 Hektar, während es nicht wenige Landgüter mit einer Ackerarea von blos 120 bis 200 Hektar gibt. Der größte Grundbesitzer des Landes ist, abgesehen von seinem Forstbesitze, der Bnkowiner griechisch-orientalische Religionsfond, dessen Güter von einer eigenen, dem Ackerbau - Ministerium unterstehenden Güterdirection mit dem Sitze in Czernowitz verwaltet werden. Der gesammte Grundbesitz des Bukowiuer griechisch-orientalischen Religionsfondes beträgt 255.365 85 Hektar, wovon 231.370 78 Hektar Waldungen, 23.154 11 Hektar Äcker, Gärten, Wiesen, Weiden, Alpen und sonstige productive Gründe sind. Die Landgüter sind sämmtlich verpachtet, und zwar 9810 Hektar an das k. k. Staats- gestüt in Radantz, der Rest, bestehend aus 28 Meierhöfen mit einer Gesammtfläche von 9488 Hektar und 85 größeren und kleineren zerstreut gelegenen, daher den Meierhöfen nicht zugewiesenen sonstigen landwirtschaftlichen Grundstücken im Gesammtflächenmaße von 2011 Hektar, an Private. Die Verpachtung erfolgt bei den Meierhöfen in der Regel auf die Dauer von zwölf, bei den kleineren Grundbesitzungen von drei bis sechs Jahren. Die Ackerböden der meisten Fondsmeierhöfe stehen in gutem Culturzustande, denn wenn auch den Pächtern keine bestimmten Wirthschaftspläne vorgeschrieben sind und von ihnen auch kein bestimmtes Wirtschaftssystem eingehalten wird, so wird seitens der staatlichen Verwaltung auf die Erhaltung der Bodenkraft, Erzeugung des erforderlichen Düngers und eine entsprechende Viehhaltung gesehen. Vielfach sind die Ackerböden mittelst kostspieliger Drainagen und offener Gräben entwässert und meliorirt worden. Noch ungleichmäßiger als beim Großgrundbesitze ist der Agricnltnrboden des Klein- grundbesitzes vertheilt. Während es in jeder Ortschaft eine große Zahl sogenannter Häusler gibt, die nur '/» bis Hektar eigenen Grund und Boden besitzen, ist der mittlere Besitzstand durchschnittlich 2 bis 6 Hektar, und nur einzelne strebsame Landwirthe in jeder Gemeinde haben durch Grundzukäuse ihren Besitzstand auf 20 Hektar und darüber gebracht. Viel günstiger liegen die Verhältnisse bei den deutschen Ansiedlern im Lande, von denen fast Jeder eine größere geschlossene Bauernwirthschaft besitzt. Fleißig und sparsam suchen die deutschen Colonisten ihren Grundbesitz so viel als möglich durch Gruudzukäufe, so weit solche innerhalb der angrenzenden Gemeinden möglich sind, oft auch in entfernteren Gemeinden, zn vermehren. Außer durch die sehr weit gehende Parcellirnng des bäuerlichen Grundbesitzes wird die Bewirthschaftung desselben auch durch die zersprengte Lage der den
zurück zum  Buch Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20"
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild