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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 476 -
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47k Gestell eingefügter Stock hineingestellt wird, mittelst welchem der Oberstein (Läufer) mit der Hand in eine kreisförmige Bewegung versetzt wird, was bei der erforderlichen raschen Drehnng eine sehr anstrengende Arbeit ist, die ausschließlich vou den Weibern besorgt wird. Die einzige landwirthschastlicheIndnstrieder Bukowina ist die B ra n n tw e i n - breunerei. Die Bukowina besitzt 37 Branntweinbrennereien, hievon vier Hefefabriken; die durchschnittliche Erzeugung von Spiritus beträgt 45.000 Hektoliter, die zum größten Theile im Lande selbst consumirt werden; der Rest wird nach Böhmen, Schlesien und nach Wieliczka in Galizien znr Fabrication versüßter geistiger Getränke exportirt. Der Bedarf an Rohprodnct zur Erzeugung des Spiritus beträgt ungefähr 400.000 Meter- centner Kartoffel und 25.000 Metercentner Mais und Gerste, welcher Bedarf ausschließlich von der landwirtschaftlichen Prodnction im Lande selbst gedeckt wird. Die in den Brennereien gewonnene Schlempe wird zur Ochsenmast verwendet und werden in den mit Brennereien verbundenen Maststallungen 9000 bis 10.000 Stück Ochsen jährlich gemästet, wozu 70.000 bis 80.000 Metercentner Mais, Gerste und Kleie erforderlich sind; dieses Erforderniß wird bis auf 20 Procent, zu deren Deckung Getreide aus Rußland uud Rumänien importirt werden muß, aus der eigenen Getreideerzeugung beschafft. Außer der Schlempenmastung wird aber auch die Trockenmast mit Kartoffeln, ohne Brennerei, und zwar in 36 Maststallungen mit dem Bedarfe von 120.000 Metercentnern Kartoffeln und 12.000 Metercentnern Mais und Gerste betrieben, und werden in diesen Stallungen jährlich ungefähr 4000 Stück Ochsen gemästet. Die Gesammtproduction der Bukowina an Mastochsen beträgt jährlich 13.000 bis 14.000 Stück. Die zur Mastnng bestimmten Ochsen werden bis ans ungefähr 5 Procent, die aus Ungarn gebracht werden, im Lande selbst erzengt; es sind diese Ochsen jetzt meist schon ziemlich hoch im Blute, Halbblut und darüber, Krenzungsproducte des Landschlages mit Bernern und Pinzganern. Das Mastvieh wird zu einem Drittheil nach Deutschland, der Rest nach Wien, theilweise auch nach Böhmen exportirt. Außer den Mastochsen werden aus der Bukowina jährlich noch ungefähr 2000 Stück ungemästctes Vieh, theils Jungvieh, theils ältere Kühe und Stiere, nach Deutschland nnd nach Wien gesendet. Die Pferdezucht. — Die Bukowina hatte nach der Zählung vom Jahre 1890 einen Gesammtpserdestand von 50.923 Stück; es entfallen anf den Quadratkilometer 4 87 und auf je 100 Bewohner 7 88 Pferde. In Bezug auf die Verbreitung der Pferde- haltung steht das Kronland an erster Stelle mit 3 69 Procent der Bewohner, die Pferde besitzen, und es entfallen 2 13 Stück Pferde auf einen Besitzer. Der Stutenstand betrug nach der Zählung vom Jahre 1890 20.291 Stück, wovon 4983 belegte oder mit Saugfohlen, und entfallen aus je 100 Stuten 40 Fohlen; Wallachen ohne Unterschied
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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