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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 489 -
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489 Holzarten angehörigen Beständen vorfindet, ja an vielen Orten, wo vor Jahrzehnten die Eiche dominirte, gegenwärtig überwiegt. Auch die Esche war noch bis vor kurzer Zeit, theils bestandbildend, theils mit Eiche gemengt, in größerer Menge vorhanden; ebenso ist Ahorn und Ulme als Begleiterin der Buche auf frischen und hnmosen Böden häufig zu finden. Die Weißkiefer kommt im Kimpolunger, Radantzer und Meitzer Bezirke theils bestandbildend, theils eingesprengt vor; die Lärche ist einzeln und horstweise in den meisten Bezirken zu finden, verdankt jedoch ihr Vorkommen ausschließlich der künstlichen Anzucht in früheren Decennien. Außer den angeführten Holzarten kommen noch vor: die Birke, zumeist auf Wald- brandflächen und in Verjüngungsschlägen natürlich angeflogen; die Erle uud Weide an den Bach- und Flußrändern bestandbildend, sonst einzeln und horstweise auftretend; die Espe, Saalweide und Hasel meist in den Verjüngungsarten; die Krummholzkiefer und Grünerle an der Baumvegetationsgrenze. Selten findet sich noch die Rotheibe, welche, wie die vorfindlichen Stöcke beweisen, in früheren Zeiten ziemlich zahlreich und in starken Dimensionen (bis 45 Centimeter) vorgekommen ist. Ihre Ausrottung ist nicht so sehr der Eignung als Nutz- und Gewerbeholz, als vielmehr dem Umstände zuzuschreiben, daß ihre Benadelung, vom Weidevieh aus Naschsucht angenommen, auf dieses verderblich wirkt, und deshalb seitens der Viehzucht treibenden Bevölkerung dieser Holzart der Vernichtungskrieg erklärt wurde. Der Wuchs der Holzbestände ist im allgemeinen ein ungemein üppiger, und zeichnen sich die im Schlüsse gehaltenen Stämme durch ihre Länge, Vollholzigkeit und Gerad- schästigkeit aus. Die stärksten und längsten Nadelholzstämme finden sich in den Forsten des Kimpolunger Bezirkes, woselbst noch gegenwärtig Stämme von 40 bis 60 Meter Länge und 10 bis 1 80 Meter unterer Stärke nicht zu den Seltenheiten gehören. Ebenso zeichnet sich die Rothbuche durch ihre Laugschästigkeit (16 bis 24 Meter) und Spaltbarkeit aus. Bei dem Umstände, als erst vor circa fünf Jahrzehnten die Exploitirung der Forste in der Bukowina begonnen hat, befindet sich der weitaus größte Theil der Waldflächen gegenwärtig im Stadium der Haubarkeit und erschwert diese Thatsache bei einer nach- haltigen Wirthschaft die Regelung der Alters- und Bestandesverhältnisse. Die Bestandesverhältnisse lassen hauptsächlich in den Forsten der Privaten und der Gemeinden und in den Urwäldern der Gebirgsregion mitunter viel zu wünschen übrig. Selbst die bis jetzt noch intact erhaltenen Bestände der Gebirgsforste können auf eine Massenmehrung keinen Anspruch machen, weil diese, zumeist Urwälder, eigentlich keinen Zuwachs aufweisen. Besser gestalten sich dagegen die Verhältnisse in den Laubwälderu der Ebene und des Hügellandes, wo bereits seit Decennien systematisch gewirthschaftet wird.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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