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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 512 -
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512 zu dürfen glaubte, mußte die Errichtung der Fabrik auf Rechnung und Kosten des Fondes unterbleiben. Ober-Bergrath Walter war nun bemüht, eine Aetiengesellschaft zu diesem Behufe ins Leben zu rufen und unternahm noch im Sommer 1890 eine größere Reise, um die Kreise der Haute-Finance für seinen Plan zu gewinnen. Er kehrte im Herbste 1890 zurück, wurde aber wenige Wochen später vom Tode überrascht, und infolge dessen blieb sein Project unausgeführt. Der gegenwärtig (nach dem Tode Walters) zur Leitung der Montanwerke berufene k. k. Ober-Bergverwalter Herr Ritter von Krasuski ist nachdrücklichst und nicht ohne Erfolg bestrebt, die Werke zu heben; er befindet sich jedoch ebenso wie sein Vorgänger in einer sehr schwierigen Position. Die Montanwerke sind, wie gesagt, Eigenthum des Bukowiuer griechisch-orientalischen Religionsfondes, und so reich dieser Fond auch ist, so hat er doch selbstverständlich in erster Reihe die Aufgabe, für die Bedürfnisse der griechisch-orientalischen Kirche der Bukowina auszukommen. Die Regierung als Verwalterin dieses Fondes kann daher auch beim besten Willen die Mittel des Fondes nicht zur Herstellung von mehr oder weniger riskanten bergbaulichen oder industriellen Unternehmungen verwenden, nnd das Einzige, was die Verwaltung der Montanwerke nach dieser Richtung hin erreichen kann, ist, daß sie gewissermaßen auf eigene Füße gestellt wird, das heißt, daß man ihr vorläufig — so lange die Werke sich noch in der geschilderten kritischen Lage befinden — gestattet, die in ihrem Ressort erzielten bescheidenen Überschüsse ganz oder doch zum größeren Theile für den eigenen Bedarf (zur Hebung und Ausgestaltung der montanistischen Unter- nehmungen) zu verwenden. Herrn von Krasuski ist es gelungen, diese schwerwiegende Begünstigung zu erlangen. Der ausgedehnte Domanialbesitz des Fondes wird durch die „k. k. Direktion der Güter des Bnkowiner griechisch-orientalischen Religionsfondes" in Czernowitz verwaltet; und während früher die Montanverwaltung in Jakobeny der Güter- direction in Czernowitz unterstand, ist sie (obzwar sie noch immer einen integrirenden Bestandtheil dieser Behörde bildet) gegenwärtig (seit 1894) unmittelbar dem k. k. Acker- bauministerium in Wien unterstellt. Damit ist der Montanverwaltung in Jakobeny die erforderliche Selbständigkeit zugestanden und die Voraussetzung einer gedeihlichen Ent- wickelung der dortigen Montanwerke geschaffen worden. Herr Ober-Bergverwalter von Krasuski hat sich indessen begreiflicherweise mit diesem Erfolge nicht zufrieden gestellt und ist unablässig bemüht, die seiner Leitung anvertrauten Unternehmungen weiter auszugestalten. Sein Augenmerk war in erster Reihe dem wichtigsten Zweige derselben, der Mangangewinnung zugewendet. In der Nähe der Braunstein- grube auf dein Berge Arszitza wurden zwei neue Arbeiterhäuser errichtet, in welchen die Arbeiter — 120 an der Zahl — während der Woche (den Sonntag verbringen die Arbeiter im Kreise der Ihrigen in der eigenen Wohnung im Dorfe) untergebracht werden.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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