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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 522 -
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522 Zollstraßen, der Rest Landes- und Gemeindestraßen. Eine wichtige Stelle unter den Communieationsmitteln der Bukowina gebürt den Wasserstraßen, als den ersten und anfangs fast einzigen Wegen, auf denen die Holzproducte der waldreichen Landestheile in den Verkehr, auch außer Landes, gelangten. Bis zur Mitte dieses Jahrhuudertes bildete die Holzverslößuug auf der Bistritza, Moldawa und Suezawa einen Hauptgegenstand der Fürsorge der ärarischen Forst- verwaltung. Anfänglich stellten sich derselben Hindernisse entgegen, welche in dem gesetzlosen Zustande der Moldau ihren Grund hatten und einen geregelten Verkehr nicht auskommen ließen, bis in den Jahren 1848 bis 1846 Beziehungen in Galatz und Constantinopel angeknüpft wurden und 1847 türkische Kaufleute selbst aus Kleinasien zu Unterhandlungen wegen Übernahme von Schiffsbauholz in die Bukowina kamen. Auf dem Czeremosz, Pruth und Dniestr wurde das Holz aus den russisch Kimpolnnger Waldungen und dem Sereththale bis nach Bessarabien geschwemmt. Der Bnkowiner Handel, der anfänglich größtentheils von den Armeniern betrieben wurde, hatte, als zufolge der gebesserten Produetious- und Verkehrsverhältnisse immer weitere Kreise der Bevölkerung sich demselben zuwandten, insbesondere als die für die Juden zeitweilig statuirteu Beschränkungen weggefallen waren, eine ungemein rasche Entwicklung genommen. Der Großhandel zog Getreide, Branntwein, Schlachtvieh, Holz, Häute, Wolle, Pottasche und sonstige Erzeugnisse des Landbaues in den Bereich seiner Thätigkeit. Er vermittelte den Außenhandel mit den Nachbarländern und war zum großen Theile Transithandel. Von hervorragender Wichtigkeit für die gefammte wirthschaftliche Entwicklung des Landes, insbesondere für die Förderung der Industrie, des Handels und Verkehres war die Errichtung derHaudels- und Gewerbekammer in derLandeshanptstadtEzernowitz. Unter dem überaus verdienstvollen Wilhelm Ritter von Alth, der von der Gründung bis zu seinem 1885 erfolgten Tode deren Präsidium innehatte, und in dem Secretär Andreas Miknlitsch einen ausgezeichneten Kenner der Verhältnisse und Bedürfnisse des Landes als Mitarbeiter besaß, entfaltete die Kammer eine alle Zweige der Volkswirthschaft umfassende rege Thätigkeit. Sie war unermüdlich in Anträgen znr Hebung der Volks- wirthschaft, zur Förderung der industriellen, kaufmännischen und gewerblichen Bildung, zur weitereu Ausgestaltung des Verkehrswesens und zur Anbahnung und Erhaltung geregelter Handelsbeziehungen zu den beiden Nachbarstaaten. Wenn gegenwärtig das jüngste Kronland der Monarchie auf dem Gebiete der materiellen Cultur anerkennenswerthe Erfolge zu verzeichnen hat, so ist dies nicht zum geringsten Theile der eifrigen Initiative der Kammer, die auch gegenwärtig ihre Aufgabe mit Ernst und Gewissenhaftigkeit erfüllt, zu verdanken.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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