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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Band 20
Seite - 526 -
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526 in Pntna; der Firma H. Schlesinger in Molid (mit Tonholzfabrik; seit kurzem bedeutend erweitert znr Herstellung von Elaviatnrtafeln); der Firma M. Fischer mit ihrer Resonanz- holzfabrik in Stnlpikany und der Finna Jacob Hecht in Rnß-pe-boul; endlich noch das Etablissement der Firma Isidor Werth ^ Co. in Komarestie, zur Erzengnng von Buchen- holzbestandtheilen gebogener Möbel (für die Weltfirma Jacob Josef Kohn) und die Holz- wollefabrik des deutschen Industriellen F. Krusche iu Pozoritta besonders erwähnt werden. Das zum Verschneiden bestimmte Holz wird in die meisten Sägen mittelst Wald- bahnen, die entweder für Locomotiv- oder Pferdebetrieb eingerichtet sind, gebracht. Es bestehen gegenwärtig 18 solcher Waldbahnen. Die Gesainmtprodnction der Bnkowiner Sägeetablissements beträgt mindestens 600.000 Festmeter Schnittmaterial. Hievon werden etwa 18.000 Waggonladnngen, d. i. 360.000 Festmeter, nach allen Richtungen, vornehmlich aber nach Dentschland, Italien, Frankreich, Rußland, Rumänien und in die Levante ausgeführt. Ein Theil des Bnkowiner Holzexportes benützt die Wasserstraßen und dürften etwa 400.000 Festmeter, größtentheils Nutzholz, jährlich auf diesem Wege nach Rußland und Rumänien verfloßt werden. Die neben der Sägeindustrie gehende Verwerthung des Holzes durch Erzeugung von Schindeln nnd Dranitzen führt dem Verkehr etwa 10 bis 15 Millionen Stück dieses Spaltmaterials zu. Im engsten Zusammenhang mit der Sägeindnstrie entstanden iin letzten Jahre zwei große Fabriks-Etablissements (in Pntna und in Rnß-Moldawitza), in denen aus den Holzabfällen Holzkohle, Holzkohlebriquettes, Methylalkohol, essigsaurer Halk, Terpentin, Holztheer und dergleichen Produkte der trockenen Holzdestillation erzeugt werden. Ein nicht unbedeutender Industriezweig ist die Brauutweiubreunerei . Die Bukowina zählte in der Campagne 1893/94 39 Brennereien, von denen fünf zugleich Preßhefe erzeugen. Diese Brennereien verarbeiten Kartoffel, Kukuruz und andere Getreidearten. Sie liefern jährlich etwa 42.000 Hektoliter Alkohol, wovon etwa 15.000 Hektoliter, zumeist uach Ungarn, exportirt werden. Fast alle Brennereien betreiben znr Verwerthung der Schlempe die Viehmastnng und haben zu diesem Zwecke 3000 bis 4000 Stück Ochsen eingestellt, welche ans dem Wiener Markte einen gesuchten Artikel bilden. Auch nach Deutschland gelangt Bnkowiner Mastvieh. Zu erwähnen ist weiters die Biererzeugung, die gegenwärtig in drei großen, modern eingerichteten Brauereien in Czernowitz, dann in den Brauereien in Sereth, Radantz, Suezawa, Solka betrieben wird und sich vielversprechend gestaltet. Die gesammte Biererzeugung beträgt pro Jahr 100.000 Hektoliter, wovon 80.000 Hektoliter auf die Czernowitzer Brauereien entfallen. Auch die Bukowiner Mühlenindustr ie ist bemerkcuswerth. Es bestehen znr Zeit 535 Mühlen, von denen die weitaus meisten allerdings kleine Wassermühlen mit sehr
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Band 20
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Bukowina
Band
20
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1899
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.14 x 21.77 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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