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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (6), Band 21
Seite - 475 -
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475 der Reformation dankte es Nagybanya, daß es unter allen Kämpfen des XVI. und XVII. Jahrhunderts sein Magyarenthum ungeschädigt aufrecht erhalten konnte und, als es nach dem Sturze Georg Räköezis II. an die ungarische Krone zurückfiel, der germanisirenden Politik des Cardinals Kollonitsch und der nachfolgenden Wiener Staatsmänner erfolgreich zn widerstehen vermochte. Zu Ende des XVII. Jahrhunderts wahrte sich auch die neuerdings siegreich verbliebene katholische Bevölkerung ihr Magyarenthum und wußte das deutsche Element, das ja im Wege des ärarialen Minenbetriebs immerfort einsickerte, bald in sich aufgehen zu lassen. Die Verschmelzung dieser verschiedenen Elemente, der magyarischen Bürgerschaft mit ihrem starken Racenbewnßtseiu und den ärarischen Beamten deutscher Nagybänya vom Viräghegy her gesehen. Abkunft mit ihrem breiteren Horizont und ihrer Geschmeidigkeit, war für die Stadt sehr günstig. Aus dieser glücklichen Mischung ging ein gesellschaftliches Leben von echt magyarischem Puls hervor, das namentlich für die leitenden Ideen der Zeit überaus empfänglich war. Unter anderem unterstützte es schon zu Ende des XVIII. Jahrhunderts die damals entstandene ungarische Schauspielkunst, im XIX. aber trug es durch die Thätigkeit des in den Vierziger-Jahren gegründeten Vereines der Dilettanten und des 1834 gegründeten Casinos seinen redlichen Theil bei znr Wiedererweckung des nationalen Geistes und zur Durchführung der geistigen Kämpfe um die Aufrichtung des neuen Ungarn. Bei der Neuordnung der Eomitate und Städte im Jahre 1876 verloren Nagybanya und Felsöbäuya ihre selbständige Jurisdiktion; ja selbst der Gerichtshof wurde anders- wohin verlegt. Dafür nahmen zehn Jahre später infolge der Eröffnung der Szatmär-Nagy- banyaer Eisenbahn Handel und Gewerbe einen so kräftigen Aufschwung, daß die Stadt für den Verlust ihrer politischen Selbständigkeit einigermaßen entschädigt ist. Vollends hat
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (6), Band 21
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (6)
Band
21
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1900
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.25 x 21.79 cm
Seiten
500
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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