Seite - 135 - in Kronprinz Rudolf - Politische Briefe an einen Freund 1882-1889
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Laxenburg, 18. Mai 1886
Lieber Szeps!
Innigsten Dank für Ihren hochinteressanten Brief; ich
habe ihn Szögyény geschickt; wir gehen einer merk-
würdigen Zeit entgegen. Ich habe aus Berlin sehr eigen-
tümliche Dinge erfahren. Ich bitte Sie, mich Donnerstag, den
20. um 97a Uhr in meiner Wohnung in Wien zu besuchen.
Näheres mündlich.
Mit besten Grüßen von uns beiden
Ihr
Rudolf
Wien, 24. Mai 1886
Lieber Herr Szeps!
Soeben aus dem Wiener Wald heimgekehrt finde ich
Ihre freundlichen, von guten Wünschen begleiteten Zeilen,
für welche ich Ihnen meinen herzlichsten Dank ausspreche.
Mit den besten Grüßen
Stephanie
Wien, 29. Mai 1886
Lieber Szeps!
Besten Dank für Ihren letzten so interessanten Brief.
Seither sind wieder einige interessante Dinge geschehen,
und ich möchte Sie sehr gerne bald sprechen; wenn Sie
Zeit haben, entweder am Montag 31. oder 1. Juni; ich
würde es Ihnen noch genau mitteilen. Die Ungarn haben
in der Hentzi-Affäre" einen großen Blödsinn begangen;
denn keine Nation der Monarchie braucht so notwendig
eine starke Armee als eben die Ungarn, die nur so lange
inmitten des Ansturmes der anderen Völker bestehen kön-
nen, als Österreich und dessen Heer ungeschwächt da-
stehen. In militärischen Kreisen ist die Erbitterung gegen
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Kronprinz Rudolf
Politische Briefe an einen Freund 1882-1889
- Titel
- Kronprinz Rudolf
- Untertitel
- Politische Briefe an einen Freund 1882-1889
- Autor
- Julius Szeps
- Verlag
- Rikola Verlag
- Ort
- Wien - München - Leipzig
- Datum
- 1922
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.6 x 19.54 cm
- Seiten
- 246
- Schlagwörter
- Habsburger, Österreich-Ungarn, Monarchie
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918