Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Vor 1918
Kronprinz Rudolf - Politische Briefe an einen Freund 1882-1889
Seite - 204 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 204 - in Kronprinz Rudolf - Politische Briefe an einen Freund 1882-1889

Bild der Seite - 204 -

Bild der Seite - 204 - in Kronprinz Rudolf - Politische Briefe an einen Freund 1882-1889

Text der Seite - 204 -

Fechtklub angehörenden Offiziere diese Fechtassemblee veranstalte- ten, zu der sie notwendigerweise die gesamte Prager Aristokratie einladen mußten. Als der Kronprinz durch eine Offiziersdeputation hiezu eingeladen wurde, verhielt er sich sehr reserviert und benützte, als er am Abend vor der Assemblee beim Kriegsspiel im Militär- wissenschaftlichen Verein mit Baron Philippovich zusammentraf, die Gelegenheit, um demselben gegenüber sein Befremden auszusprechen, daß die Offiziere nach den bekannten Vorgängen vor vier Jahren ein Fest geben, zu welchem sie die Aristokratie einluden. Der Kron- prinz soll beigefügt haben, daß er selbst die Assemblee nicht be- suchen werde. Infolgedessen sah sich Baron Philippovich veranlaßt, die Assemblee wieder abzubefehlen. Dieser Sachverhalt ist wahr- scheinlich durch private Mitteilungen bekannt geworden. " Norbert Bechhöfer, Leitartikler des „Neuen Wiener Tag- blatt". "Die SchuInove 11 e, die das Kabinett Taaffe im Parlament einbrachte, war der Gegenstand des lebhaftesten politischen Kampfes. Dieses Gesetz, das auf Betreiben der Klerikalen entstanden war, be- deutete ein scharfes Abrücken vom liberalen Schulgesetz des Jahres 1868, namentlich in der Richtung, daß auf dem Lande die sechs- jährige Schulpflicht zum großen Teil eingeführt wurde. Die ver- einigte Linke widersetzte sich mit aller Kraft der Annahme dieses Gesetzes und in der Tat konnte der Gesetzentwurf nur eine Mehr- heit von drei Stimmen im Abgeordnetenhaus erhalten, wobei fünf Mitglieder des Kabinetts Taaffe, die Abgeordnetenmandate besaßen, von ihrem Stimmrecht Gebrauch machten. " Es handelt sich hier um den ersten Besuch des damaligen Prinzen Wilhelm, des späteren Kaisers Wilhelm in Wien. 58 Fürst Konstantin Hohenlohe, langjähriger Obersthofmeister des Kaisers Franz Joseph, dessen vollstes Vertrauen er besaß. Wenn in dem Brief gesagt wird, der Kaiser Franz Joseph behandle den Fürsten Hohenlohe ungnädig wegen dessen Einmischung in die Poli- tik, so muß betont werden, daß Kaiser Franz Joseph streng auf die Einhaltung der Kompetenzen achtete und bloß aus diesem Grunde das Vorgehen des Fürsten Hohenlohe nicht billigte. 59 Am 20. Mai 1883 hatte die Krönung Alexanders III. in Mos- kau stattgefunden. so Frankreich unternahm im Jahre 1883 eine Expedition nach Ton- king, um dieses Land zu erobern. Es geriet dadurch in den Krieg mit China, der im Anfang unglücklich verlief. 11 Es handelt sich hier um Herrn Adler, den Vater des berühmten Sozialistenführers Dr. Viktor Adler. Herr S. M. Adler war Hausnachbar von Moriz Szeps und plante seinerzeit mit diesem eine publizisti- sche Gründung. " Kaiser Franz Joseph unternahm vom 2. bis 16. Juli eine Rundreise in Steiermark, Kärnten und Krain gelegentlich der Feier der 600jährigen Zugehörigkeit der Steiermark zum Hause Habsburg. " Zwischen Rumänien und Österreich-Ungarn brach ein Konflikt aus, weil der rumänische Senator Gradlsteano In Jassy einen Toast 204
zurück zum  Buch Kronprinz Rudolf - Politische Briefe an einen Freund 1882-1889"
Kronprinz Rudolf Politische Briefe an einen Freund 1882-1889
Titel
Kronprinz Rudolf
Untertitel
Politische Briefe an einen Freund 1882-1889
Autor
Julius Szeps
Verlag
Rikola Verlag
Ort
Wien - München - Leipzig
Datum
1922
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.6 x 19.54 cm
Seiten
246
Schlagwörter
Habsburger, Österreich-Ungarn, Monarchie
Kategorien
Geschichte Vor 1918
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kronprinz Rudolf