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Kronprinz Rudolf - Politische Briefe an einen Freund 1882-1889
Seite - 205 -
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ausbrachte, in welchem er von den Perlen sprach, die noch in der Krone des Königs Carol fehlen. Die österreichisch-ungarische Re- gierung erhob offizielle Beschwerde gegen diese Äußerung und ver- langte Genugtuung, die von Rumänien auch später geleistet wurde. " Am 16. August wurde in Wien die Internationale elektrische Ausstellung mit einer Rede des Kronprinzen eröffnet. 86 Dr. P r a í a k war Justizminister im Kabinett Taaffe und ge- hörte der alltschechisch-klerikalen Partei an. 30 In einem überaus scharfen Artikel wandte sich an diesem Tage die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung", das Organ des Fürsten Bismarck, gegen die Hetzereien der französischen Presse gegen Deutschland und bemerkte, ein solcher Zustand könne nicht an- dauern, ohne den Frieden zu gefährden. " Am 28. Juli suchte ein furchtbares Erdbeben die Insel Ischia bei Neapel heim. Die Hauptstadt Casamicciola wurde zerstört und viele Tausende von Menschenleben fielen dieser Katastrophe zum Opfer. In Deutschland stellte sich Kronprinz Friedrich an die Spitze der Hilfsaktion für die schwerbetroffene Bevölkerung Ischias. " Am 15. August fanden in Agram stürmische Demonstrationen statt, die sich gegen die Anbringung von Wappenschildern in mad- jarischer und kroatischer Sprache statt bloß in kroatischer Sprache, wie bis dahin, richteten. Das Militär mußte eingreifen und es kamen viele und schwere Verwundungen vor. Dieses Ereignis war der Beginn fortdauernder Unruhen in Kroatien. 39 Im südwestlichen Ungarn, namentlich im Zalaer Komitat und in einem Teil des Somogyer Komitats fanden die Judenverfolgungen, die schon seit einiger Zeit in Ungarn in Szene gesetzt wurden, ihre Fortsetzung und nahmen einen sehr beunruhigenden Charakter an. 40 Zur Geburt des einzigen Kindes des Kronprinzenpaares, der Erz- herzogin Elisabeth, die siclr~später mit dem Fürsten Otto Win- dischgrätz vermählte. 41 König Milan von Serbien begab sich nach Karlsbad und hielt sich auf der Reise dahin einige Tage in Wien auf. Dann wohnte er den deutschen Kaisermanövern bei Homburg bei. Er befand sich da- mals in einer äußerst schwierigen Lage infolge seines Konfliktes mit Rußland, der durch die Absetzung des russisch gesinnten serbischen Metropoliten Michael entstanden war. 18 Dr. R I e g e r, berühmter alltschechischer Politiker und Führer dieser Partei. " B r y n d z a, Korrespondent des „Neuen Wiener Tagblatt" in Paris. Auf der Briefbeilage unterzeichnet er mit Fersch, eine Ab- kürzung seines Vornamens Ferdinand. 44 Baron Conrad von Eybesfeld, Unterrichtsminister Im Ka- binett Taaffe. 48 Graf Falkenhayn, Ackerbauminister im Ministerium Taaffe, Hofrat Klaps, Präsidialchef im Ministerratspräsidium. " FML. Graf Weisersheimb, Landesverteidigungsminister im Kabinett Taaffe und auch in den nachfolgenden Regierungen. 47 In der vereinigten Linken wurde zu jener Zeit der Gedanke 205
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Kronprinz Rudolf Politische Briefe an einen Freund 1882-1889
Titel
Kronprinz Rudolf
Untertitel
Politische Briefe an einen Freund 1882-1889
Autor
Julius Szeps
Verlag
Rikola Verlag
Ort
Wien - München - Leipzig
Datum
1922
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.6 x 19.54 cm
Seiten
246
Schlagwörter
Habsburger, Österreich-Ungarn, Monarchie
Kategorien
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