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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
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Seite - 241 - in Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1

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241 Die Wuth des heidnischen Pöbels war durch den Tod der hei- ligen Märtyrer noch nicht gesättigt; selbst gegen die Leichname der- selben rasete sie noch fort. Die Leichname derjenigen, welche durch die Schrecken des Gefängnisses gestorben waren, wurden den Hunden vorgeworfen, und Tag und Nacht verwacht, damit sie nicht etwa von den Christen, welche im Verborgenen noch frei waren, heimlicher- weise weggenommen und begraben würden. Auch die Leichen derer, welche aus dem öffentlichen Marktplatze getödtet wurden, so viel nämlich die wilden Thiere von denselben übrig gelassen hatten, und von dem Feuer verschont blieb, sowie die zerstreut herumliegenden einzelnen Glieder wurden gesammelt, und durch mehrere Tage von Soldaten verwacht.' Viele knirschten über den Anblick derselben, vor Wuth noch brennend, mit den Zähnen; Andere priesen ihre falschen Götter, welchen sie diese, an den Christen genommene Rache zuschrie- ben. Einige, deren Raserei nicht ganz so groß, als die der Andern war, fragten mit einigem Mitleide: „Wo ist der Christen Gott? Was nützte den Christen das Bekenntniß desselben, über welches sie ihr Leben verloren haben?" Die noch übrigen Christen waren sehr betrübt darüber, daß sie die Uebcrbleibsel der heiligen Märtyrer nicht anständig beerdigen konnten. Vergebens suchten sie durch Bitten und durch Geschenke die Soldaten zu bewegen, ihnen dieselben zu überlassen. Nachdem die Leichname durch sechs Tage dem öffentlichen Gespötte ausgesetzt, und verwacht waren, wurden sie endlich verbrannt, und die Asche in die Rhone geworfen. Dadurch wollten die Heiden die Hoffnung der Auferstehung bei den Christen vernichten. Sie sagten: „ Im Vertrauen auf die Auferstehung führen die Christen eine fremde und neue Religion ein, verachten die größten Martern, und gehen freudig zum Tode. Wir wollen jetzt sehen, ob diese (deren Asche sogar durch den Fluß von der Erde weggenommen ist) wieder auferstehen wer- den, oder ob ihr Gott sie dem Verderben unserer Hände entreißen könne!" Die Hoffnung der Auferstehung ist der größte Trost des leidenden Christen! Die Zahl aller in dieser Verfolgung zu Lyon und Vienne getödteten Märtyrer wird auf 48 angegeben. Diese Anzahl mag aber nur von denjenigen gelten, deren Namen aufge- zählt wurden, da überdieß sehr viele Andere im Gefängnisse gestorben, oder außer dem öffentlichen Gerichtäplatze durch die Wuth des Volkes und der Soldaten getödtet worden sind, deren Namen einzig im Buche des Lebens im Himmel aufgeschrieben sind. Sister Band, 16
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
1
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
900
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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