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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Seite - 246 -
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Seite - 246 - in Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1

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2^6 Die Heiligen, Alexander und der Leiber der heiligen Martnrer wurde von den Christen in hohen Ehren gehalten, und Gott verherrlichte sie durch glänzende Wunder, die er da geschehen ließ, und von dcncn ich hier nur Eines anführen will: Nicht lange nach der schrecklichen Verfolgung, welche so viele Christen der Martcrkronc zuführte, brach in dieser Stadt ein bösartiges Fieber aus. Nebst vielen Andern wurde auch ein adeliger Jüngling von demselben ergriffen. In einem Gesichte erhielt er die Erinnerung, daß er Hilfe suchen solle bei dem Weibe, welche den Schuh aufbewahrte, den Epipodius bei seiner Gcfangcn- nehmung verloren habe. Der Jüngling ging wirklich zu dem Weibe hin, welches ein alter Schriftsteller Lucia nennt. Dasselbe sagte ihm, daß es kein natürliches Heilmittel wider das Fieber wisse, daß aber die Güte Gottes schon Viele durch die Ueberbleibsel der heiligen Alexander und Epipodius gesund gemacht habe. Hierauf gab sie dem Jünglinge aus einem Becher, unter vertrauensvollem Gebethe zu trinken, nachdem sie den Trank mit dem aufbewahrten Schuhe berühret hatte, und er ward auf der Stelle gesund. „Der Anfang der Weisheit ist die Furcht des Herrn." An diesen goldenen Spruch hielten sich fest die beiden heiligen Jünglinge Alexander und Epipodius. In ihrer ersten Jugend lernten sie kennen Gott, den himmlischen Vater, und Jesum Christum, seinen cinge- borncn Sohn, den Erlöser der Menschen, und seine heilige Lehre. Diese heilsame Erkenntniß bewirkte durch die Gnade des heiligen Geistes die zärtlichste Liebe zu Gott und Jesu Christo, und die stete Sorge, ja nichts zu thun, was dem heiligen Willen des Schöpfers und der Lehre des göttlichen Erlösers entgegen ist. Gott war ihr höchstes Gut. In der Ausübung der Tugend fanden sie die höchste Freude und Ruhe ihres Herzens. Reinigkeit und Unschuld bewahrten sie als das köstlichste Kleinod. Erleuchtet durch die heilige Lehre der Christen ließen sie sich nicht bethörcn von den Thorheiten des heid- nischen Aberglaubens. Gestärkt durch den Glauben und durch die Liebe, und befestiget durch die Uebungen und Geheimnisse der Reli- gion und durch die gegenseitigen Ermunterungen ließen sie sich nicht locken durch die Vorspiegelungen, die ihnen den Genuß der sinnlichen Wollüste so reizend vorstellten. Durch Glaube und Liebe waren sie erleuchtet und stark genug, einzusehen, wie thöricht es sey, durch augenblickliche Freuden sich ewige Leiden vorzubereiten, und stark genug hier alles zu opfern, alles zu dulden, sogar das Leben hinzu- geben, um theilhaftig zu werden der Krone des ewigen Lebens. — Welch' ein herrliches Muster sind diese zwei jungen christlichen Mär- tyrer für die christliche Jugend! Jünglinge und Mädchen, sehet recht oft aus dieses Muster hin, und beherziget die Worte des Pre- digers (12. Kap. 1. V.) „Gedenke an deinen Schöpfer in deinen
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
1
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
900
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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