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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Seite - 285 -
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285 Der heilige Urbanus, Papst und sammt seinen Gefährten. (Am 25. Unter dem nämlichen Stadtvogt Turcius Almachius, auf dessen Befehl die heilige Cäcilia getödtet wurde, vollendete seinen Lauf im rühmlichen Martcrthume auch der heilige Papst Urban, welcher dem heiligen Callistus, sowie dieser dem heiligen Viktor, auf dem päpst- lichen Stuhle gefolgt war, und die Kirche durch acht Jahre regiert hatte. Urban, dessen Vater Pantianus hieß, war ein Römer, aus einer vornehmen Familie. Sein päpstliches Hirtenamt fällt in die Zeit der Regierung des Kaisers Alexander Scverus, welcher den Christen sehr gewogen war, es aber doch nicht verhindern konnte, daß dieselben, besonders zu Rom von dem gcwaltthätigen Stadt- vogte Almachius, hart gequält und verfolgt wurden, was um so leichter geschehen konnte, da die Stadtvögte die Gewalt an sich ge- rissen hatten, alle bürgerliche und peinliche Anklagen vor ihr Gericht zu ziehen. Dieser Almachius setzte über seine Angeber, und über die Diener seiner Ungerechtigkeit einen gewissen Karpasius, einen grau- samen und blutdürstigen Mann, dem er befahl, die Christen sorgfäl- tig aufzuspüren, deren Viele sich zurückgezogen oder verborgen hiel- ten, um der Vcrfolgungswuth des Stadtvogtcs auszuweichen. Karpasius, der in der Befolgung der grausamen Befehle seines Herrn nur zu eifrig war, fand bald den heiligen Urbanus, welcher sich mit zwei Priestern und drei Diakonen bei den Grabstätten der heiligen Märtyrer in einer Höhle verborgen hatte, und eilte, dem Stadtvogte davon Anzeige ^ machen. Dieser ließ die christlichen Männer unverweilt vor sein Gericht bringen, in den Palast des Ves- pasianus, in welchem er seine Wohnung hatte. Schon der bloße Anblick setzte das leidenschaftliche Gemüth des Stadtvogtes in Wuth. Sehr heftig fuhr er deßwegen den heiligen Urban an: „Ist dieses Urban, der böse Verführer, der schon zu wiederholtenmalen vor dem Gerichte gestanden, und den die Christen zu ihrem Papste gemacht haben?" „Ja, ich verführe die Menschen, daß sie von dem Wege der Gottlosigkeit auf den Pfad der Wahrheit treten." „O , ein schöner Weg der Wahrheit!" erwiederte der Stadtvogt, „auf wel- chem man weder die Götter ehret, noch den Obrigkeiten gehorchet." Darauf sagte Urban: „Deine Götter ehre ich nicht, und ich fürchte auch nicht die Gewalt der Obrigkeit, die mich dazu zwingen will. Thue mit mir, was du willst!" Diese Rede wurde dem heiligen Manne als Gotteslästerung angerechnet, und derselbe deßwegen nach
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
1
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
900
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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