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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Seite - 370 -
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370 , Soldat und (Am 3. M5rz.) Dic Martcrgcschichte des heiligen Marinus wird von dem Ge. schichtschrciber Eusebius in dem 7. Buche seiner Kirchcngeschichtc er- zählt, und überzeugt uns, daß scldst im dritten Ialirhunderte noch manche Christen bloß durch die feindselige Gesinnung der Statthalter und anderer Unterobrigkcitcn, wenn auch keine kaiserlichen Befehle sie dazu veranlaßten, ihr Leben im Marttrwoe vollendeten. Die Kirche Jesu Christi erhielt unter dem Kaiser Gallicnus, der seinem Vater Valerian in der Regierung folgte, die erwünschte Ruhe; allein die günstige Gesinnung des Kaisers schützte den Marinus nicht vor der Vcrfolgungswuth , des Achäus, der im Jahre 2(i2 Statthalter in Palästina war. Marinus war ein Kriegsmann, hatte schon lange unter den Truppen des Kaisers in Palästina mit Ehren gedient, war mit ver- schiedenen Ehrenzeichen geziert, und genoß die allgemeine Achtung; als ihn mit Rücksicht auf sein Alter und auf seine Verdienste die Reihe traf, die Stelle eines Hauptmannes zu erhalten. Ein Anderer suchte den verdienten Mann zu verdrängen, und die Stelle für sich zu bekommen. In dieser Absicht bediente er sich niedriger Verrätherei. Er ging zu dem Statthalter, zeigte ihm an, daß Marinus ein Christ sey, und erklärte, daß derselbe die Ehrenauszeichnung der mannsstelle nicht erhalten dürfe, weil er als Christ dem Kaiser opfern sich weigere. Der Statthalter fragte darauf dcn um sein Bekenntniß, und als er solches für Jesum Christum abge- legt hatte, ließ er ihm drei Stunden Zeit zu bedenken, ob er auf seinem Bekenntnisse beharren wolle. Marinus geht aus der Gerichts- stube weg, und die göttliche Vorsehung läßt ihn eben mit dem Bi- schöfe von Cäsarea, Thcoteknus, zusammenkommen. Diesem erzählt er, was vorgegangen sey. Der fromme Bischof ermunterte ihn zur Standhaftigkeit. Wahrend des Gespräches kommen sie zu einer christ- lichen Kirche. Theoteknus erfaßt die Hand des Kriegsmannes, und führt ihn hinein bis zum Altare. Da zeigt er zuerst auf das Kriegs- kleid, mit welchem Marinus bekleidet ist, und auf das Schwert, welches er trägt, dann deutet er auf das Buch der heiligen Evan- gelien hin, welches er von dem Altare heruntergenommen hatte, und fodert ihn auf, daß er zwischen beiden wählen solle. Marinus be- sinnt sich keinen Augenblick, streckt seine rechte Hand aus, und er- greift mit großer Ehrerbietung das Evangelienbuch. Darüber hoch erfreut, spricht der Bischof: ?,Halte also, halte fest an dem einzig wahren Gott. Er wird dir Stärke geben, standhaft auf seinem Bekenntnisse zu verharren. Gehe hin im Frieden!" Eingeweiht zum
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
1
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
900
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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