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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Seite - 436 -
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41C Der hl. Didymus, Märtyrer, und die hl. Theodora, Jungfrau. des Menschen ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren war." (Luk. 15, 20.) Der heilige Didymus, Märtyrer, und die heilige Theodora, Jungfrau. (Am 28. April.) Nicht selten geschah es, daß die tyrannischen Verfolger der Chri- sten, wenn sie weder durch harte Drohungen, noch durch schmerzliche Martern die Standhaftigkeit der christlichen Jungfrauen zu besiegen vermochten, dieselben dem Muthwillcn unzüchtiger Menschen öffentlich Preis gaben, um ihnen durch frevelhafte Entehrung eine Schmach anzuthun, vor welcher sie weit -mehr, als selbst vor den grausamsten Martern zurückschauderten. Allein Gott schützte mit mächtiger die, die sich in heiliger Reinigkeit ihm gewidmet hatten. Einen lichen Beweis hievon gibt uns die christliche Jungfrau Theodora. Sie wurde vor den Statthalter zu Alexandrien, Eustratius Proculus, geführt, und von ihm befragt: »Welches Standes bist du?" Sie antwortete: „Ich bin eine christliche Jungfrau." „Bist du frei geboren, oder eine Magd?" fragte jener; und sie erwiederte: „Christus wird mich frei machen. Der Welt nach bin ich von freien Aeltern." Proculus ließ den Stadtvogt Lucius herbeirufen, und be- fragte ihn über die Theodora. Dieser bezeugte, daß sie frei, und von sehr guter Geburt sey. Hierauf fragte sie Proculus: .,Warum hast du nicht heirathen wollen?" Sie antwortete: „Wegen Christus, der durch seine Menschwerdung uns dem Verderben entrissen, und ewiges Leben verheißen hat. Bleibe ich standhaft in seinem Bekennt- nisse, so wird er mich von jeder Ungebühr bewahren." Der Statt: Halter sprach: „Die Kaiser haben befohlen, daß die Jungfrauen, welche den Göttern nicht opfern wollen, in ein Haus der Unzucht geführt werden sollen." Darauf erwiederte Theodora: Du solltest doch wohl wissen, daß Gott auf den Willen schaut. Der keusche Sinn ist's also auch, was Ihm gefällt. Was durch Zwang ge- schieht, ist Gewalt, und nicht Unzucht dem, der leidet!" Da ich weiß, daß du eine Freie bist, und ich dich deiner Schönheit wegen verschonen möchte, so habe ich Mitleid mit dir," sagte Proculus, und drang ferner in sie. Sie antwortete: „Ich habe es dir schon gesagt, daß Gott auf den Willen schaue. Er weiß und kennt die geheimsten Gedanken. Wenn ich daher gezwungen werde zur Unge- bühr, so kann es mir nicht zur sündhaften Unzucht angerechnet wer:
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
1
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
900
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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