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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Seite - 565 -
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Seite - 565 - in Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1

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Am 7. Jänner. 565 rede, in welcher er den herrlichen Marterkampf desselben seinen an: tiochenischcn Lhristen vorstellt. Lucianus war geboren zu Samosata, in Syrien. Seine christlichen Eltern unterrichteten ihn mit vielem Eifer in der Lehre des Heils, und leiteten ihn eben so frühe als sorgfältig auf den Weg gottgefälliger Tugend, starben aber, als ihr Sohn erst 12 Jahre alt war. Ein gottesfürchtigcr Mann zu Edessa, Macarius mit Namen, der sich der Erforschung des göttlichen Wor- tes einzig widmete, übernahm die Leitung des verwaisten Knaben. Dieser fand auch bald seine größte Lust in der Lesung der heiligen Bücher, mit welcher er das Bestreben nach immer höherer Wervoll- kommnung verband. In seinen ersten Iünglingsjahren schon zeigte er in seinem ganzen Wesen männlichen Ernst, liebte die Einsamkeit, und widmete sich gerne der stillen Betrachtung. Das ansehnliche von den Eltern ererbte Vermögen überließ er den Armen, und ver- sagte sich selbst Alles, was nicht zu den dringendsten Lebensbedürf- nissen gehörte. Durch strenge Abtödtung des Körpers bekräftigte er seinen Geist zum siegenden Widerstände gegen die Gewalt reizender sinnlicher Gelüste. Nur einmal des Tages nahm er Speise zu sich, und sehr oft nichts anders, als trockenes Brod. Wasser war sein einziges Getränk. Er redete wenig, und das, was er redete, zeigte, daß sein Herz voll sey von göttlicher Wahrheit. Kurz war die Ruhe, die er seinem Körper durch erquickenden Schlaf gönnte. Fast immer brachte er einen Theil der Nacht im Gebethe und in heiliger Betrachtung, sehr oft unter häufigen Thränen zu. Seine Reinigkeit bewahrte er als das köstlichste Kleinod, und vermied alles, was die- selbe auch nur im mindesten hätte in Gefahr bringen können. Aus- gezeichnet durch helle Erkenntniß der Wissenschaft des Heils, durch reine Gottesfurcht und erprobte Tugend, kam Luciau nach Antiochien, um sich da dem Dienste der Kirche zu widmen. Er ward zum Prie- ster geweiht, und ertheilte mit rastlosem Eifer Unterricht in den Wahrheiten der christlichen Religion, vorzüglich in der Auslegung der heiligen Schriften. Nach dem Zeugnisse des heiligen Hierony- mus besorgte er mit großem Fleiße eine griechische Ausgabe der hei- ligen Bücher, welche fast im ganzen Morgenlande gebraucht wurde, und verfaßte Schriften über den christlichen Glauben. Won dem, was er sich durch seine uncrmüdete Feder erwarb, verschaffte er sich den nöthigsten Unterhalt, und theilte das Uebrige an die Ar- men aus. Schon im Alterthume wurde Lucianus beschuldiget, daß er in seinem Eifer, mit dem er sich der Irrlehre des Sabellius widersetzte, zu weit gegangen sey, und der arianischen Ketzerei sich genähert hatte; deßwegen soll er von der Gemeinschaft der Rechtgläubigen durch mehrere Jahre getrennt gewesen seyn. Ist diese Beschuldigung
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
1
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
900
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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