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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Seite - 587 -
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Seite - 587 - in Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1

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Am 18. August. 287 stantin bewies gegen seine Mutter immer kindliche Liebe, und die zärtlichste Verehrung. Nachdem er sich entschlossen hatte, den Gott der Christen zu verehren, der ihm die Erscheinung des Kreuzes, durch welches er seine Feinde besiegte, gesandt hatte, war sie an sei: nem Hoflager eine der ersten, die er dem heiligen Glauben zuführte. Won da bis zu ihrem Tode zeigte sie sich als eine eifrige Verehre« rin des Messias. Heilige, zarte Liebe erfüllte ihr Herz gegen Gott und gegen alle Menschen. Thätiger Eifer für die Ehre Jesu er- füllte ihre ganze Seele. Constantin hatte ihr kaiserlichen Titel und Rang ertheilt. Diese höhere Würde verschaffte ihr auch größcrn Einfluß, welchen sie einzig zur Beförderung der heiligen Religion benutzte. Voll hoher Erkenntniß, und demüthig, wie ein Kind, wandelte sie zum Segen für viele Tausende, als ein Licht, welches seine wohlthätigen Strahlen nicht allein an ihrem Hoflager, son- dern auch anderwärts weit umher verbreitete. Wir dürfen glauben, daß sie nicht selten das zu schnell und zu heftig auflodernde Feuer ihres kaiserlichen Sohnes durch besänftigende Muttcrworte gemildert, manchen segensvollen Schritt, und manche wohlthätige Verfügung zum Wachsthume und zum Glänze der Kirche Jesu Christi veran- laßt habe. Ein Vorfall im kaiserlichen Palaste verursachte der He- lena großes Betrübniß, offenbarte aber auch ihre christliche Frei- müthigkeit, mit welcher sie ihre heiligen Mutterrechte ausübte, indem sie dem Sohne verdiente Vorwürfe machte über eine That, die er in rascher Ucbercilung gethan hatte. Constantin hatte mit seiner Gemahlin, Minervina, einen Sohn erzeugt, welcher Chrispus hieß. Mit glücklichen Anlagen geboren, sorgfältig von dem berühmten Lac- tantius unterrichtet und gebildet, hatte dieser schon vielen Ruhm er- worben als Feldherr wider die Franken, und als Befehlshaber der Flotte, mit welcher er die feindliche des Licinius zerstörte. Er war jetzt 28 Jahre alt. Geliebt und liebenswürdig zog er Aller Augen auf sich. Von ihm hoffte man die Dauer der öffentlichen Wohl- fahrt. Von seiner zweiten Frau, Fausta, hatte Constantin drei Söhne, den Constantius, Constantinus und Constans, die zehn, neun, und sechs Jahre alt waren. Fausta, eine Kaiserstochtcr, sah mit scheelem Blicke auf den Stiefsohn, dessen Mutter geringen Herkom- mens, der aber der älteste Sohn ihres Gemahls, und beim Volke und beim Kriegsheere sehr beliebt war. Es gelang ihr, ihn beim Vater zu verleumden. Sie beschuldigte ihn blutschänderischer Anträge, und auch, wie einige Geschichtschreiber angeben, des Strebens nach der höchsten Gewalt. Constantin ließ sich durch die arge Verleumdung bcthörcn. Er glaubte der Angabe des bösen Weibes, verbannte sei- nen Sohn nach Pola, in Istricn, und ließ ihn bald nachher todten, Einige sagen durch Gift, Andere mit dem Schwerte. Fast zu glen
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
1
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
900
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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