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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Seite - 602 -
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Seite - 602 - in Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1

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602 Der heilige Eustathius, Bischof und Bckenncr. Zuerst wurde er zum Kaiser geführt. Dieser war aber von den Arianern schon zu sehr eingenommen, als daß es dem heiligen Bi- schöfe hatte gelingen können, ihn von seiner Unschuld zu überzeugen. Das Urtheil der Verbannung mußte vollzogen werden, wahrschein- lich im Jahre 331. Die Buhlerin, deren lügenhaftes Zeugniß den Vorwand zur Absetzung des heiligen Eustathius gegeben hatte, er- krankte bald nachher, und erklärte vor vielen Priestern ihre Aussage für falsch; wollte solche aber doch nicht für einen völligen Meineid gelten lassen, weil der Vater des Kindes, ein Schlosser, Eustathius hieß, und sie, daß Eustathius der Vater wäre, beschworen hatte. Die Unselige täuschte sich, oder ließ sich täuschen durch eine söge: nannte innerliche Zurückhaltung, hinter welcher aber kein Eid, keine Lüge vor den Augen des Allschendcn und Wahrhaftigen sich verber- gen kann. Nur wo die Aussage des Mundes mit den Gedanken des Herzens vollkommen übereinstimmt, ist Gott gefällige Wahrheit. Wo die Gedanken des Herzens von den Aeußerungen des Mundes nur im mindesten abweichen, da ist Lüge, und wenn die eidliche Be- kräftigung dazu kommt, Meineid. Ungeachtet die Verleumdung nun offenbar war, blieb Eusta- thius doch in der Verbannung; vielleicht weil die Ariancr es zu ver- hindern wußten, daß das Bekenntniß der Buhlerin zu den Ohren des Kaisers gelange; vielleicht weil dem verbannten Bischöfe von dem Kaiser zur größcrn Schuld angerechnet wurde, daß er den Auf- stand in Antiochicn erregt haben solle, wie die lügenhaften Arianer ihn glauben gemacht hatten. Man weiß nicht, wann der heilige Eustathius im Orte seiner Verbannung gestorben sey; wahrscheinlich geschah es noch vor dem Tode Eonstai tins, also vor dem Jahre 337. Sein Leichnam wurde anfänglich nach Philippi, und um das Jahr 482 nach Antiochien übersetzt. Unbeschreiblich war der Jubel der Antiochencr, als die Reliquien des heiligen Bischofs, dessen Andenken bei ihnen noch im größten Segen war, in die Stadt gebracht wurden. Viele Tau- sende strömten zur Stadt hinaus, sie zu empfangen, und begleiteten sie unter lautem Psalmengcsang bis zum Orte, wo sie beigesetzt wurden. heilige Nikolaus, Bischof (Am L. De Wir kennen wenige Heilige nach den Aposteln, deren Name in der katholischen Kirche so berühmt wäre, als der Name des heiligen
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
1
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
900
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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