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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Seite - 614 -
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Seite - 614 - in Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1

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614 Die heilige Tharba, Jungfrau und Martyrin «. hätten aus Rache über den Tod ihres Bruders ihr dieses Uebel an- gezaubert. Die Königin war den Juden gewogen, und gab daher dieser argen Verleumdung um so williger Gehör. Die falschlich An- geklagten wurden sogleich ergriffen. Tharba (auch Pherebuta und Tharbula genannt) hatte als Jungfrau, die andere, deren Namen nicht angegeben wird, als Wittwe, sich lebenslänglicher Enthaltung gewidmet. Mit ihnen ward die Magd der Tharba, auch eine Jungfrau, in Bande gelegt. Als sie vor Gericht geführt, und über die wider sie erhobene Klage unterrichtet wurden, zeigte Tharba deren Ungrund, da die Christen vor der Zauberei Abscheu hätten, wie vor dem Götzendienste, es ihnen auch nicht in den Sinn kommen könne, den Tod ihres Bruders rächen zu wollen, der aus dem vergänglichen Leben in die ewige Freude des Himmels eingegangen wäre; endlich da jede Art der Rache von der heiligen Lehre verboten werde. Man schloß das Verhör, und ließ sie wieder in's Gefängniß führen. Tharba war sehr schön. Einer der Richter wurde von unreiner Lust gegen sie entzündet. Er ließ ihr sagen, daß es ihm sehr leicht ftnn würde, ihre Freiheit zu bewirken, wenn sie ihn heirathen wollte. Darauf gab sie zur Antwort: „Ich bin die Braut Jesu Christi; Ihm habe ich mich ganz gewidmet. Den Tod fürchte ich nicht, der mich in den Schoos ewiger Ruhe zu meinem Bruder bringen wird." Dem Könige wurde gemeldet, die Beklagten seyen des angeschulvig- ten Verbrechens überführt worden. Er wollte es aber nicht glau: ben, und befahl, man sollte sie die Sonne anbethcn heißen, und thäten sie es, sie lossprechen. Die Christinnen weigerten sich, dem Geschöpfe Ehre zu erweisen, welche dem Schöpfer allein gebührt. Da riefen die Magier: „Sterben müssen sie, deren Zauber die ^ö- nigin krank gemacht hat." Den Magiern ward die Bestimmung der Todesart überlassen. Die Unmenschen verordneten, man solle sie vom Haupte an, der Länge nach durchsägen, dann jede Seite in sechs Stücke theilen, diese auf Pfähle fcststecken, und die Königin mitten hindurchgehen lassen. So werde sie genesen. Nachdem die- ses Urtheil schon gesprochen war, ließ der Richter seinen zuvor ge- machten Antrag noch einmal an die Tharba ergehen, den diese aber mit Abscheu von sich wies. „Ich sterbe gerne," sagte sie, „damit ich das ewige Lel?cn erlange. Ferne sey von mir, daß ich dieses irdische Leben mit dem Verluste des ewigen erhalte." Darauf ward daä Urtheil vollzogen. Milles war gebürtig aus der zum persischen Reiche gehörigen Landschaft der Razichäer, am königlichen Hoflager erzogen. Er be- kleidete eine Befehlshaberstelle beim Kriegsheere, als er Christ ward, und sich zurückzog nach Elam in Susiana. Seine Ermahnungen und sein Wandel führten viele Perser zu Jesu Christo, noch ehe er
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
1
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
900
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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