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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Seite - 670 -
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Seite - 670 - in Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1

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070 Der heilige Gregorius, (Am 9. Grcgorius überlebte um viele Jahre seinc Eltern, den Grego- rius und die Nonna, sowie auch seine Geschwister, die Gorgonia und den Casarius. Er gehört unter die glänzendsten Lichter der katholischen Kirche, und wird wegen seiner tiefen Erkenntniß in der Wissenschaft des Heils der Gottcsgclehrte vorzugsweise genannt. Das Jahr seiner Geburt laßt sich mit Zuverlässigkeit nicht angeben. Von Einigen wird das Jahr 329, von Andern das Jahr 324 als solches bezeichnet. Er war jünger als seine Schwester, und älter als sein Bruder. Wie eine Pflanze Gottes wuchs der liebenswür- dige Gregor unter der sorgfältigen Pflege der Eltern heran. Ein Traumgesicht machte einen tiefen Eindruck auf den noch kleinen Kna- ben. In langem, weißem Gewände erschienen ihm zwei Jung- frauen, deren erröthende Wangen und gesenkte Blicke nicht ganz von den Schleiern verborgen wurden. Sie nahmen das zarte Kind in die Arme, küßten es, und als er nach ihren Namen fragte, nannten sie sich Reinigkeit und Keuschheit, sagten, daß sie Begleiterinnen Jesu Christi und Freundinnen derjenigen wären, die, um ein ganz himmlisches Leben zu führen, sich dem jungfräulichen Stande widme- ten. Aus dem elterlichen Hause kam er zur Erlernung der Wissen- schaften zuerst nach Casarea in Kapvadozicn, wo er den Basilius, der nachmals sein innigster Freund ward, kennen lernte. Nach eini- gen Jahren verließ er Kappadozien, ging ftach Cäsarca in Palästina, später nach Alcxandricn, wo auch sein Bruder Casarius den Wissen- schaften sich widmete, und endlich nach Athen, diesem uralten Sitze der Wissenschaften, in denen er auch hier, wie vorher zu Cäsarca und Alcxandricn, die glänzendsten Fortschritte machte. Er ward sehr erfreut, als bald nach seiner Ankunft in Athen auch sein Freund Basilius dahin kam. Beide Jünglinge, schon sehr ausgerüstet mit Wissenschaften, fuhren nun mit gemeinschaftlichem Eifer fort, ihren Geist zu bereichern mit Schätzen der Erkenntniß, die sie dcr Ehre Gottes zu weihen entschlossen waren. Zwischen ihnen war kein Wetteifer, einander zu übertreffen, wohl aber ein ge- meinsames Streben nach immer höherer Erkenntniß, nach immer grö- ßerer Vervollkommnung des Sinnes und des Wandels. Mit dem regsten Eifer in Erlernung dcr Wissenschaften, verbanden sie immer auch die Uebungen der Gottseligkeit. Hier in Athen lernten sie auch dcn Julianus, den nachmaligen Kaiser kennen, indem sie mit ihm die nämlichen Lehrer besuchten. Nach etwa fünf Jahren, um das Jahr 355, verließ zuerst Basilius Athen, und bald reiste auch Gre-
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
1
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
900
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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