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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Seite - 743 -
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Seite - 743 - in Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1

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743 Der heilige Vigilius, Bischof und (Am 26. Juni.) Auch Vigilius, der vorerwähnte Bischof von Trident, dete sein Leben durch den Martertod im Jahre 400 oder 405. Er war entsprossen aus einer römischen Familie, die in der Folge nach Trient gezogen war und da das Bürgerrecht erlangt hatte. Seine Mutter soll Marentia, und seine zwei Brüder Claudianus und Ma- siorianus geheißen haben. In früher Jugend schon widmete er sich den Wissenschaften, und besuchte zu diesem Zwecke die berühmte zu Athen. Mehr, als alles andere Wissen, lag ihm am < eine gründliche Erkenntniß des Christenthums, dem er mit großem Eifer anhing. Ausgezeichnet durch Weisheit und Tugend und be- gnadigt mit Wundergabe, war er nur kurze Zeit in Tricnt, als er von den Gläubigen um das Jahr 381 zu ihrem Bischöfe verlangt wurde. Fruchtlos war sein Bemühen, dem heiligen Amte sich zu entziehen, durch die Vorstellung seines jugendlichen Alters. Er soll damals nicht viel über zwanzig Jahre alt gewesen seyn. Von dem Bischöfe zu Aquileia, dem heiligen Valerian, wurde er geweiht, in einer Kirche außer der Stadt Trient, in welcher die meisten Ein- wohner noch Heiden waren, und die Christen keine Kirche hatten. Mit rastlosem Eifer arbeitete er an der Bekehrung der Heiden. Gott krönte seine Bemühung mit dem herrlichsten Erfolge. Nicht nur in der Stadt Tricnt, in welcher er eine Kirche zu Ehren der heiligen Märtyrer Protasius und Gcrvasius, deren Reliquien er von dem heiligen Ambrosius aus Mailand erhalten hatte, erbaute, sondern auch in der umliegenden Gegend wurde das Heidcnthum beinahe ganz ausgereutet. Auch in den Sprengeln von Verona und Briria wurden durch ihn die Abgö'ttcrer in Christen umgeschaffen. Nur das Thal Ran- dena weigerte sich noch, seinen Nacken unter das sanfte Joch des Gekreuzigten zu beugen. Von steilen Felsen eingeschlossen, waren dessen Bewohner wie abgeschnitten von der Welt, und ihre Gemü- ther beinahe unzugänglich geworden jedem Eindrucke. Anstatt des Kreuzes Christi stand in diesem Thale noch ein Götzenbild von Erz, dem Saturn geweiht, welchem das unwissende Volk göttliche Ehren erwies. Als Vigilius hicvon benachrichtet wurde, sprach er, ent- brannt von apostolischem Eifer: „Was stehen wir hier müßig? Warum gehen wir nicht in den Weinberg des Herrn?" Sogleich trat er, von seinen zwei Brüdern, von dem Priester Julian, und von den Segenswünschen seiner gläubigen Heerde begleitet, dahin die Reise an. Noch ehe er an dem Orte seiner Bestimmung ein-
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
1
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
900
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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