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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Seite - 864 -
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864 Der heilige FulgentiuS, Bischof und Bekenner. nicht zum Eigenthum; die der Güter dieser Welt genießen, als ge« nößen sie derselben nicht; denn es wird bald ein anderer Auf» tritt in der Welt erfolgen." Der Apostel Paulus 1. Kor. 7, 29 — ZI. ius, Bischof und Bekenner. (Am 1. Jänner.) Der heilige Fulgentius stammte aus einem vornehmen Ge< schlechte zu Karthago in Afrika ab. Sein Großvater Gordianus wurde mit vielen Andern des katholischen Glaubensbekenntnisses we- gen von dem Könige der Wandalen des Landes verwiesen. Er be- gab sich nach Italien, wo er starb. Zwei seiner Söhne kehrten nach Afrika zurück, in der Hoffnung, daß sie da die Güter des ver- storbenen Vaters wieder in Empfang nehmen können. Sie kamen nach Karthago, fanden aber das elterliche Haus im Besitze ariani: scher Priester. Sie verfügten sich daher nach Telcvtum, in der Pro- vinz Byzazena, wo sie ein Landgut hatten, das ihnen der König zurückgeben ließ. Einer der beiden Brüder, der Claudius hieß, ver- chlichtc sich mit Mariana, die, wie er, rechtgläubig war. Aus die- ser Ehe ward Fulgentius erzeugt, der im Jahre 468 geboren wurde. Der Vater starb bald nachher. Die Mutter wandte die größte Sorge auf die Erziehung des Sohnes. Sie ließ ihn insbesondere in den griechischen Wissenschaften unterrichten und in der griechischen Sprache, die er in der Folge so gut sprach, als wäre er ein geborener Grieche gewesen. Als er erwachsen war, mußte er die Führung des Haus- wesens übernehmen. Bald aber ward er der zeitlichen Geschäfte überdrüssig. Er besuchte vielfältig benachbarte Mönche, wodurch die Neigung zum klösterlichen Leben in ihm aufgeweckt und immer star- ker wurde. Anfänglich verbarg er sie, suchte aber doch zu Hause schon, soviel es geschehen konnte, die Einsamkeit, lag insgeheim viel- fältig dem Gebethe ob, und übte strenges Fasten. Einst las er die Rede Augustins über den sechs und dreißigsten Psalm, und da ent- schloß er sich, seine Neigung zum beschaulichen Leben länger nicht mehr zu verbergen. Ein Bischof, der Faustus hieß, war auf Befehl des Hunerich von seiner Kirche vertrieben worden. Nicht ferne von dem Aufent- haltsorte des Fulgentius errichtete er ein Kloster, und lebte in dem- selben so, daß der Ruf seiner Heiligkeit sich allenthalben verbreitete,
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 1
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
1
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
900
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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