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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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Am i. Dezember. 141 wegen dem Könige Clotar I I . empfahl. Dieser übertrug ihm die Verzierung eines Stuhles mit Gold und Elfenbein auf eine sehr künstliche Weise. Eligius lieferte die Arbeit zur größten Zufrieden: heit des Königs, der den Künstler nach Verdienst zu belohnen be- fahl. Eligius übergab einen zweiten Stuhl, der dem ersten ganz gleich war, und den er von dem übriggebliebenen Gold und Elfen» bein verfertiget hatte. Der König bewunderte seinen Fleiß und seine Treue, und schenkte ihm von nun an sehr großes Vertrauen, weil er sich durch das mit ihm geführte Gespräch auch von seinem vor- trefflichen Verstände überzeugt hatte. Er ernannte ihn nicht lange nachher zu seinem Schatzmeister. Auch als Schatzmeister fuhr Eli- gius fort, verschiedene Kunststücke aus Gold und Edclgcstcin für den König zu verfertigen. Dabei vernachlässigte er nicht das reine Gold heilsamer Erkenntniß und nicht die köstliche Perle, den Schatz zu- künftiger Seligkeit. Bei seiner Arbeit hatte er immer ein aufgeschla- genes Buch vor sich liegen, um sich zugleich im göttlichen Gesetze zu unterrichten. Er ging nie aus seiner Wohnung, ohne zu bethen, und mit dem Kreuze sich zu bezeichnen, und bethend kehrte er in dieselbe wieder zurück. Anfänglich trug er sehr reiche und kostspie- lige Kleider, die ihm aber desto mehr zum Eckcl wurden, je größere Fortschritte er in der Tugend machte. Er legte sie ab, verwendete sie zur Unterstützung der Armen, und bedeckte sich mit einem schlech- ten Gewände. Von dem Könige erhielt er viele und große Ge- schenke, keines derselben behielt er aber für sich, sondern widmete sie den Werken der Liebe. Täglich speisete er viele Arme, die er sehr ost selbst bediente. Ueber das theilte er entweder selbst, oder durch seinen Diener, Geld und Nahrungsmittel an dieselben aus. Eligius stiftete zwei berühmte Klöster für Mönche, eines zu Li- moges, und eines in der Nähe von Paris, in welchen neben den Uebungen der Gottseligkeit verschiedene Handarbeiten und Künste ge- tticden wurden. Ein anderes großes Kloster gründete er zu Paris für Nonnen, welches sich lange unter seinem Namen erhielt, bis end- lich die Einkünfte desselben zu den Tafelgütern des Bischofs gezogen, und das Haus den Priestern überlassen wurde, die man Barnabiten hieß. Bei diesem Kloster wünschte er noch ein anderes Gebäude aufzuführen auf einem Platze, der dem Könige gehörte. Er ließ den Platz abmessen, und trug dem Könige schriftlich die Bitte vor, daß er ihm überlassen werden wolle. Der König gewährte die Bitte, und Eligius sing sogleich den Bau an. Während desselben maß Eligius mit eigener Hand den Platz, und fand, daß er um einen Schuh größer sey, als man ihm bei der ersten Abmessung angege- ben, und cr in seiner Bittschrift an den König angezeigt hatte. Auf der Stelle ließ er die Arbcitsleute inne halten, eilte zum König, be-
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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