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Am 12. Dezember. 149
Speise der Würmer, Ruheplatz der Teufel, Leben der Thiere, Zun-
der der Krankheiten, Schwächung des Leibes, Vcrderbniß der Sitten,
Verlust des Guten, und Sammlung vieler Leiden und Schmerzen.
Der Dienst Gottes ist Seligkeit der Seele, Gesundheit des Leibes,
Klugheit des Geistes und Leben. Wer in sein« Trübsal nicht auf-
hört Gott zu preist», der singt Ihm angenehme Lobgesängc. Gott
in seinem Herzen lieben, mit dem Munde preisen, und den Nächsten
durch sein Beispiel erbauen, das ist das Erste und das Letzte bei
einem guten und gottseligen Menschen.
Der heilige Iodokus, Priester und Eremit.
(Am 12. Dezember.)
Wir bemerken in diesem und in den folgenden Jahrhunderten
eine große Vorliebe zur Erbauung der Klöster und zum klösterlichen
Leben, zumal in dem Abendlande. Bei den fortwährenden Unruhen
kamen Wissenschaften und christliche Tugenden immer mehr in Ver-
fall. Eine wohlthätige Zufluchtsstätte fanden sie in den Klöstern,
in denen sie mit Sorgfalt gepflegt wurden. Menschen, denen das
Thun und Treiben der Welt zum Eckel geworden war, suchten und
fanden da Ruhe für ihren Geist, in der sie, losgeschält von allem
Irdischen, nach dem höchsten Ziele streben konnten. Dahin gaben
sehr viele Eltern, selbst von dem ersten Range, ihre Kinder zur Er-
lcnmng der Wissenschaften, und zur Anleitung in der Tugend. Kö-
nige, Fürsten und viele andere Große rechneten es sich zum Ver-
dienste an, durch Schenkungen, die sie an die Klöster machten, oder
durch Gründung neuer Klöster die Pflanzschulen der Wissenschaften
und der Tugend, und die Sitze der Gottseligkeit wirksamer zu ma-
chen und zu vermehren. Viele, welche in ihrer früheren Jugend in
ein Kloster gegeben wurden, gewannen diesen Aufenthaltsort so lieb,
daß sie denselben zu verlassen durch Aussichten, welche von der Welt
die glänzendsten genannt werden, nicht zu bewegen waren. Viele,
welche in dem Kloster ihre Bildung erhalten, oder in reifern Jah-
ren in einem solchen gelebt hatten, kehrten in den Tagen des höhern
Alters wieder dahin zurück, um da den Rest ihres Lebens in heili-
ger Abgeschiedenheit von der Welt ganz dem Herrn zu widmen.
Aus Eifer, Wissenschaften und Gottesfurcht zu befördern, — aus
Frömmigkeit, um der gottseligen Uebungen der Klöster theilhaftig zu
werden, aus Dankbarkeit fur die in einem, Kloster empfangene Bil-
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
- Titel
- Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
- Untertitel
- Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
- Band
- 2
- Autor
- Anton Mätzler
- Verlag
- Landshut Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 1840
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 9.8 x 16.9 cm
- Seiten
- 982
- Schlagwörter
- Kirche, Gott, Glaube, Religion
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen