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Am 17. September. 1S9
Muhamcds, den Ehalifen, die Herrschaft und die Religion der Ara-
ber. Ihren Eroberungen setzte endlich im Abendlande Schranken
der fränkische Majordomus Karl Martell, der sie im Jahre 732 in
der glorreichen Schlacht bei Poitiers auf das Haupt schlug, und
ihre Kriegsbegcisterung dämpfte. Gegen die Herrschaft der Araber
in Spanien ward von Karl dem Großen, und von den Königen
Lastiliens vergeblich gekämpft. Erst nach dem Jahre 1212 fing die
arabische Macht in Spanien zu sinken an, und erst in fünfzehnten
Jahrhunderte gelang es dem Lhristenthume, seinen vollständigen Sieg
über den Islam in diesem Reiche zu feiern.
Der heilige Lambert, Bischof und Märtyrer.
(Am 17. September.)
Der heilige Lambert wird, weil der gewaltsame Tod, den er
erlitten hat, eine Folge seines apostolischen Eifers war, den heiligen
Märtyrern beigezählt. Er wurde geboren zwischen den Jahren 633
bis 38 zu Mastricht in dem holländischen Limburg. Seine Eltern
warm ausgezeichnet durch ihren vornehmen Stand, durch ihr Anse-
hen, und ihre Reichthümer, und noch mehr durch den Adel ihres
Herzens, den sie durch eine seltene Gottseligkeit offenbarten. Der
Vater soll Aper, und die Mutter Herrisplinda geheißen haben. In
dem kleinen Lambert entwickelten sich die vortrefflichsten Gaben des
-Verstandes und des Gemüthes, wodurch dessen Eltern mit den schön-
sten Hoffnungen erfüllt wurden. Der Vater verdoppelte seine Sorge
für die Erziehung seines Sohnes, den er, sobald er aus den Kna-
benjahren ausgetreten war, den höhern Wissenschaften widmete.
Lambcrt wurde den berühmtesten Lehrern übergeben, und machte un-
ter der Leitung derselben die glänzendsten Fortschritte auf der Bahn
der Wissenschaften sowohl, als auf dem Wege der christlichen Gott-
seligkeit. Herangereift zum Manne, kehrte er in das väterliche Haus
wieder zurück, wo er der zärtlichsten Liebe seiner Eltern, und der
Verehrung Aller genoß, die seine ausgezeichneten Vorzüge zu bemer-
ken Gelegenheit hatten. Den größten Eifer bewies er in Erfor-
schung der heiligen Bücher, dieser unerschöpflichen Quelle der wah-
ren Weisheit. Er blieb im elterlichen Hause bis zum Jahre 661,
in welchem Theodardus auf den bischöflichen Stuhl zu Mastricht er-
hoben wurde. Da wurde er von seinem frommen Vater diesem
gottseligen Bischöfe übergeben, damit er ihn zu den Verrichtungen
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
- Titel
- Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
- Untertitel
- Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
- Band
- 2
- Autor
- Anton Mätzler
- Verlag
- Landshut Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 1840
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 9.8 x 16.9 cm
- Seiten
- 982
- Schlagwörter
- Kirche, Gott, Glaube, Religion
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen