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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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Am 12. Mai. 185 zieren, welche das Licht nicht scheuen; nicht suchen, in Finsterniß zu seyn, sondern angemessen sind unserer gnadenreichen Geist und Herz erleuchtenden und kräftigenden Religion. Der heilige Germanus, Patriarch zu Constantinopel. (Am 12. Mni.) Im Jahre 716 bestieg Leo der Zweite den kaiserlichen Thron in Constantinopel. Er war aus Isaurien, weßwegen ihm der Bei- name „der Isaurier" beigelegt wird. Von Muselmännern ließ er sich zu dem Irrwahne verleiten, daß die Verehrung der Bilder eine Abgötterei sey. Im Jahre 726 zeigten sich im Archipelagus schreck- bare, aber doch nicht ganz ungewöhnliche Naturereignisse. Zwischen den Inseln Thera und Tyerasia stiegen aus dem Meere, wie aus einem Feuerschlunde, dicke Rauchwolken empor; das Meer tobte fürchterlich, und warf aus seinem Abgrunde gebrannte Steine her- vor, die an die Küsten von Asien und Europa hingeschleudert wur- den. Unweit der Insel Hicra entstand eine neue Insel. Leo er- klärte diese Naturereignisse für Zeichen des göttlichen Zornes, wegen der Verehrung der Bilder. Im Jahre 727 versammelte er die Ein- wohner von Constantinopel, sprach vor dem versammelten Wolke laut und öffentlich aus, daß es eine Abgötterei sey, Bilder zu machen, und gab das Verbot, dieselben zu verehren. Dadurch ward das Volk in die höchste Bestürzung versetzt. Mit Seufzen und mit stil- lem Gemurre beantwortete es den Vortrag und das Verbot des Kaisers. Dieß war der Anfang der sogenannten Bilderstürmerei, welche in der rnorgcnländischen Kirche durch viele Jahre namenloses Unheil anrichtete, und sehr vielen Rechtgläubigen selbst das Leben kostete. Der Erste, der sich dem frevelnden Beginnen des Kaisers gegen die Bilder eben so unerschrocken als standhaft widersetzte, war der heilige Gcrmanus, damals Patriarch in Constantinopel. Germanus wurde zur Zeit der Regierung des Kaisers Herak- lius, der im Jahre 641 starb, geboren. Sein Vater Iustinian war sehr edler Herkunft, verwaltete die wichtigsten Aemter im Staate, und genoß, seiner Rechtschaffenheit wegen, allgemeine Achtung. In früher Jugend schon wurde Germanus den Wissenschaften gewidmet, und mit großer Sorgfalt zur Tugend angeleitet. In jenen, wie in dieser machte er die erfreulichsten Fortschritte. Die zeitlichen Ver- hältnisse seines Vaters ließen wohl kaum daran zweifeln, daß auch
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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