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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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Am 27. November. 233 Um das Jahr 764 wurde der bischöfliche Stuhl zu Salzburg erlediget. Pipin schlug dem bayerischen Herzoge Utilo (Odilo) für denselben den Virgilius vor, als einen Mann, durch welchen für die verwaiste Kirche das Beste sich erwarten lasse. Utilo stimmte gerne diesem Vorschlage bei, berief den Wirgilius an seinen Hof, und er- nannte ihn zum Bischöfe. Der demüthige Mann widerstrebte lange dieser Erhebung, weil er sich des heiligen Amtes unwürdig hielt. Endlich fügte er sich in den Willen des Herzogs, in den Wunsch der Geistlichkeit und des Volkes, und empfing im Jahre 764 die bischöfliche Weihe. Vertrauend auf Gott fing er das eben so wich- tige, als schwere Tagwerk an, mit einem glühenden Eifer, der bis zu seinem Tode nicht erkaltete. Er war unermüdet im Predigen, im Lehren, im Unterrichten, im Ermähnen und Warnen. Das hei- lige Wort bekräftigte er durch heiligen Wandel. Durch diesen, wie jenes beeiferte er sich, seine Pflegcmvfohlenen zum höchsten Ziele zu leiten. Sein Fleisch bezähmte er durch rastlose Arbeiten, durch viel- fältiges Wachen und Fasten, und seinen Geist kräftigte er durch an- haltendes Gebeth. Im ersten Jahre seines bischöflichen Amtes weihte er die Kirche zu Octtingcn, welche durch den Einfall der Feinde zerstört, von dem Grafen Günther ader wieder erbaut woroen war. Zu Salzburg baute er die herrliche Kathedralkirche, weihte sie ein zu Ehren des heiligen Rupert, und brachte von St. Peter einen Theil der Ge- beine dieses Heiligen, nebst den Gebeinen des Chunialds und des heiligen Giselars, der beiden Schüler Ruucrts, dahin. Zu der neuen Kirche wurde auch der bischöfliche Sitz, der bis daher bei St. Pe- ter war, übersetzt. Allenthalben wurde Virgils wirksamer Eifer und seine Thätigkeit im Weinberge des Herrn anerkannt. Weithin hatte sich sein Ruhm verbreitet. Baruth, der Herzog von Kärnthen, der seinen Sohn Karastus den Bayern als Geisel übergeben hatte, ver- langte, daß dieser getauft und christlich erzogen werde. Ein Glei- ches bat er sich aus in Ansehung Chctimars, seines Vetters. Ka- rastus und Lhetimar wurden nach einander Herzoge von Kärnthen. Letzterer ordnete eine Gesandtschaft au Virgilius ab, mit der Bitte, daß er dahin komme, das wankende Christenthum fester zu gründen, dessen Reinheit herzustellen, und dasselbe allgemeiner zu verbreiten. Wirgilius konnte dieser Bitte nicht willfahren, weil seine Gegenwart bei der eigenen Kirche nothwendig war. Er schickte aber nach Kärn- then den Bischof Modcstus, die Priester Vato, Reginbert, Gozar, Latin und den Diakon Ekihard mit dem Auftrage, in dem Wein- berge des Herrn nach Kräften zu wirken, und mit der Wollmacht, Alles, was die feste Begründung der christlichen Religion und das Heil der Gläubigen erfordere, anzuordnen und zu thun, jedoch mit
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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