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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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260 Die heilige Flora und Maria, Jungfrauen :c. Zoilus, Habentius und Ieremias, ein chrwürdiger Greis, der das Kloster Tabane gestiftet hatte, ein Anverwandter Isaaks, des Blut: zeugen. Dieser ward, bevor er hingerichtet wurde, so grausam ge- schlagen, daß er nicht mehr aufrecht stehen konnte. Die Leichen die- ser sechs Märtyrer wurden nach ihrer Enthauptung an Pfähle gesteckt, und einige Tage darauf verbrannt. Außer diesen zeugten durch ihr Blut noch unzahlige Andere, insbesondere Priester und Mönche, für Jesus Christus gegen die Lehre des falschen Propheten. Selbst Per- sonen des schwachern Geschlechtes standen im christlichen Heldenmuthe oen beherztesten Männern nicht nach. Glänzende Beweise hievon haben wir an den Jungfrauen, Flora und Maria. Flora wurde acht Meilen von Cordova in einem Flecken ge- boren. Ihr Vater war der muhamedanischen, ihre Mutter der christ- lichen Religion ergeben. Jener starb, als sie noch ein Kind war, und die fromme Mutter wendete nun alle Sorge an, sie im Chri- stenthume gut zu erziehen. Ihre Sorge hatte den glänzendsten Er- folg. Weit schöner noch, als die ungenn'iüe Wohlgestalt des Leibes, blühte an dem zarten Mädchen ein edler und frommer Sinn, zärt- liche Liebe zu Gott und an Jesus Christus und herzliches Wohlwol- len gegen alle Menschen auf. Im Umgänge mit Gott, und mit ihrem über Alles geliebten Jesus Christus suchte und fand sie die höchste Freude ihres Herzens, verschmähend die sinnlichen Vergnüge», die dem jugendlichen Alter so eigen, abcr oft auch so gefahrvoll sind. Frühe bezähmte sie ihre Sinnlichkeit auf eine seltene Art. In der großen Fasten vor Ostern gab sie den größten Theil ihrer Spei- sen den Armen auf eine so geheime Weise, daß die Mutter selbst lange Zeit es nicht bemerkte. Nur mit großer Mühe konnte sie von der Mutter, die für ihre Gesundheit besorgt war, bewogen werden, die strenge Abtödtung in etwas zu vermindern. Anfänglich hielt sich Flora von dem öffentlichen Besuche des christlichen Gottesdienstes zurück, aus Furcht vor ihrem Bruder, welcher ein Muhamedaner war, und auf alle Schritte lauerte. Nachher aber, als sie zur Er- kenntniß gekommen war, daß man den Glauben auch öffentlich be- kennen solle, verließ sie heimlich das Haus der Mutter, und begab sich mit ihrer Schwester in ein Kloster, wo sie sicher zu seyn meinte. Allein bald erspähte der Bruder ihren Aufenthaltsort, warf einen tödtlichen Haß auf die Christen, zumal auf die Häupter derselben, und bewirkte, daß einige Priester in Bande gelegt wurden. Auch die Nonnen, bei denen seine Schwester sich befand, mußten seine Erbitterung fühlen. Flora wurde dadurch sehr bekümmert. Sie vermochte nicht, es zu ertragen, daß ihretwegen Jemand verfolgt werde, und kehrte daher öffentlich in das Haus ihrer Mutter zurück. „Seht," sprach sie zu den Gegnern: „ich bin's, die ihr suchet. Ich
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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