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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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264 Der heilige Eulogius, Priester und Märtyrer. durch die cr für seine Iugendfchler büßen wollte, hielten seine Freunde ihn zurück. Als im Jahre 850 die blutige Verfolgung der Muselmänner gegen die Christen ausbrach, verband sich mit den Feinden des Soh- nes Gottes, wir wissen nicht aus Furcht oder aus Bosheit, ein Bischof, der Rccafrcdus hieß. Dieser Unwürdige veranlaßte die Ge- fangensetzung des Bischofs von Cordoua, und vieler Priester, unter denen auch Eulogius sich befand. Im Kerker verfaßte dieser meh- rere Schriften, durch die er die heiligen Bckcnner entstammte zum unerschütterlichen Muthe im Kampfe, und alle Christen ermunterte zur Standhaftigkcit im Glauben. Insbesondere kräftigte er zu dem bevorstehenden Martcrtode durch eine feurige Ermahnungsrede die beiden Jungfrauen Flora und Maria, deren glorreicher Kamps in der vorangehenden Geschichte erzählt worden ist. Diese beiden Martyrinnen hatten vor ihrem Tode zu einigen Freundinnen gesagt, sie wollen, sobald sie bci Jesus Christus seyen, um die Befreiung der gefangenen Brüder bitten. Sechs Tage nach ihrem Martertode wurden diese wirklich aus dem Kerker entlas- sen, und in Freiheit gesetzt. Dessenungeachtet dauerte in Cordova die Verfolgung fort. Sehr viele Dpfer bluteten noch für den Glau- ben an Jesum Christum gegen Muhamcds falsche Lehre. Aurelius, ein reicher Jüngling von adeligem Geschlechte, wurde nach dem frü- hen Tode seines Vaters, der ein Muselmann, und seiner Mutter, die eine Christin war, von einer Base auferzogen, und in der christlichen Religion unterrichtet; dieses mußte aber in geheim geschehen, weil seine muhamedanischcn Anverwandten ihn mit Zwang beherrschten, und in ihrer falschen Religion öffentlich unterweisen ließen. Allein je mehr Kenntnisse Aurelius von dieser Religion erlangte, desto theu- rer ward ihm der heilige Glaube der Christen. Nachdem er die Jahre der Mannbarkeit erreicht hatte, verehelichte cr sich mit einer Jungfrau, die ebenfalls eine heimliche Christin war, und Sabigotha hieß. Ein Anverwandter des Aurclius, Felix mit Namen, hatte früher seinen christlichen Glauben verläugnct, bereute aber jetzt mit bittern Thränen seinen Fall. Er heirathete die Liliosa, eine geheime Christin. Aurelius und Felix, Sabigotha und Liliosa lebten in der vertrautesten Freundschaft, und kräftigten sich wechselweise im christli- chen Glauben. Aurelius sah die schreckliche Mißhandlung, welche der Kauf- mann Johannes, dessen oben in der Geschichte der heiligen Flora erwähnt wurde, des Glaubens wegen erduldete. Da glaubte er in seinem Innern eine Stimme zu vernehmen, die ihn ermähnte, daß cr sich ebenfalls auf Marter und Tod vorbereiten solle. Als cr nach Hause kam, sprach er deßhalb zu seiner Gemahlin: „Geliebte! du
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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