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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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Am 17. Februar. 267 Auch dieser war ein geschworener Feind der Christen. Viele Chri- sten sielen und huldigten Muhamcds falscher Lehre. Dagegen wur- den auch nicht wenige Muhamedaner durch die uncrschütterte Stand- haftigkeit der heiligen Märtyrer bewogen, die christliche Religion an- zunehmen. Der Priester Eulogius erkaltete nicht in seinem Eifer. Selbst stark im Glauben, kräftigte er auch ohne Unterlaß die Brü- der, ermunterte sie durch Worte und durch Schriften zum Kampfe, und stand mit unerschrockenem Muthe in demselben ihnen bei. Leo- kritia, die Tochter vornehmer, muselmännischer Eltern, ließ von ei- ner christlichen Frau in der christlichen Lehre sich unterrichten, und empfing die heilige Taufe. Als ihr Vater es erfuhr, rasete er fürch- terlich , und mißhandelte sie sehr grausam durch Ruthenstreiche, die er oft bei Tag und bei Nacht wiederholte, auf daß er sie zum Ab- falle vom christlichen Glauben bewege. Leokritia klagte ihre Drang- sale dem heiligen Eulogius und dessen Schwester, und bat flehent- lich, ihr einen geheimen Aufenthaltsort anzuweisen, in dem sie unge- kränkt die heilige Religion ausüben könnte. Eulogius ließ sich dazu bereitwillig finden. Lcokritia ging wieder nach Hause; verließ aber bald hernach ihre Eltern unter Vorwänocn, die nicht gebilligt wer- den können, weil sie der Wahrheit entgegen waren, und die Täu- schung der Eltern zum Zwecke hatten. Sie kam zu Eulogius, wurde von ihm und von seiner Schwester mit offenen Armen aufgenom- men , und in das Haus eines vertrauten Freundes gebracht. Die Eltern ließen nichts unversucht, den Aufenthaltsort ihrer Tochter zu erforschen. Sie erlangten hiezu auch die kräftige Mitwirkung des Stadtrichters. Mehrere Gläubige, darunter auch Priester und Mönche wurden durch Schläge hart mißhandelt, weil man von ihnen die Anzeige des Aufenthaltsortes der Leokritia erzwingen wollte. Eulo- gius verbarg die christliche Jungfrau bald in dieses, bald in jenes Haus, auf daß sie desto weniger erforscht, oder verrathen werden könnte. Er selbst brachte ganze Nächte unter dem Wordache der Kirche des heiligen Zoilus im Gebethe zu, indem er diese wichtige Angelegenheit seines Herzens Gott empfahl. Auch Leokritia bethete ohne Unterlaß, und übte Werke strenger Buße. In einer Nacht kam sie zu Eulogius, von ihm und von seiner gottseligen Schwester Trost und Ermunterung zu erhalten. Der Mann, der sie in ihren Aufenthaltsort wieder zurückbringen sollte, erschien erst, als es schon Tag zu werden ansing. Sie mußte deß- halb bei Eulogius bleiben. Davon erhielt der Stadtrichter, man weiß nicht auf welche Art, Anzeige. Sogleich ordnete er Soldaten ab, mit dem Auftrage, den Eulogius sowohl, als die Leokritia zu ergreifen, und vor das Gericht zu bringen. Der Stadtrichter fragte den Eulogius, warum er dieser Jungfrau in seinem Hause Aufent-
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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