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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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288 Die heilige Mathildis, Königin. Der heilige Wenzeslaus wird in der katholischen Kirche den heiligen Märtyrern beigezählt, weil sein Eifer für die heilige Reli- gion und seine Tugend die vorzüglichsten O.uellen des Hasses waren, der sein Blut vergoß. „Liebe und Wahrheit sind die dringendsten Bedürfnisse — hei: lige Bedürfnisse — des Menschen, die er doch so oft verkennt. Le- bcnswärme dem Herzen ist die Liebe; dem Geiste Licht ist die Wahr- he i t ,— Glut, Strahl einer Sonne! Der Mensch, dessen unsterb: liche Natur an den Engel, dessen sterbliche Natur an das Thier gränzt, ist in dem Maaße edel, in welchem er nach Liebe und Wahr» heit dürstet. Sehnsucht ist hieniedcn sein Theil." Sto lberg. Die heilige Mathildis, Kömgin. (Am 14. März.) Die heilige Mathildis, eine Tochter des Grafen Theodorichs, eines Enkels des berühmten sächsischen Fürsten Wittekind und der Grafin Reinhild, einer königlichen Prinzessin von Dänemark, ward geboren in Westvhalen am Ende des neunten Jahrhunderts. Sie hatte die Kinderjahre noch nicht zurückgelegt, als die guten Eltern sie nach Erfurt in ein Kloster brachten, wo sie unter den Augen ih- rer Großmutter, die daselbst Äbtissin war, mit größter Sorgfalt er- zogen , und zu einem tugendhaften Wandel angleitet wurde. Man unterrichtete sie in allen, ihrem Stande angemessenen Kenntnissen, vorzugsweise aber in der göttlichen Lehre des Christenthums. Bei ihren vortrefflichen Gaben des Verstandes, und der edlen, für alles Gute empfänglichen Gemüthsart entsprach sie vollkommen den Er- wartungen ihrer frommen Erzieherin, und ihrer gottseligen Eltern. Mit den herrlichen Vorzügen des Geistes und des Gemüthes war bei ihr vereinigt eine seltene Wohlgestalt des Leibes. Im Jahre 913 wurde Mathildis vermählt mit Heinrich, dem Sohne des sächsischen Herzogs Otto. Heinrich war ein Prinz, der die vortrefflichsten Eigenschaften in sich vereinigte. Im Jahre 916, in welchem sein Vater starb, wurde er Herzog von Sachsen, und im Jahre 919, nach dem Tode des Kaisers Konrad, König von Deutschland. Diese glänzenden Erhöhungen waren für Mathildis eben so viele Mittel, immer mehr Gutes zu thun. Je höher der Rang war, zu dem sie erhoben wurde, desto herrlicher und segens«
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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