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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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Am 14. März. 293 die man auf den bloßen Boden ausbreiten mußte, hinlegen, bestreute mit eigenen Händen ihr Haupt mit Asche, bezeichnete sich mit dem heiligen Kreuze, und gab bald darauf ihren Geist auf, am 14. März 968. Ihre Leiche wurde zur Seite ihres Gemahls, wie sie es selbst verlangt hatte, sehr feierlich beigesetzt. Wollten doch alle Eltern die heilige Mathildis sich zum war- nenden Vorbilde seyn lassen, und nie eines ihrer Kinder vor dem Andern aus blinder Vorliebe begünstigen, sondern immer Allen gleiche Zärtlichkeit, gleiche Liebe und gleiche Sorge schenken. Eine solche Vorliebe stiftet Neid, Erbitterung und unzählige Zwietracht, und wird eben dadurch für die Eltern selbst immer auch eine Quelle gro- ßen Jammers. Haben Eltern solchen Jammer sich wirklich bereitet, so mögen sie von der heiligen Mathildis lernen, ihr Kreuz tragen, ihren Fehler büßen, und die Leiden, die sie selbst veranlaßt haben, zu ihrem ewigen Heile benutzen. „Wer seinen Sohn verzärtelt, der verbindet seine Wunden, und jeder Schlei fährt ihm durch das Herz. Verzärtle dein Kind, es wird dich schrecken; tändle mit ihm, so wird es dich betrüben." Sir. 30. Der heilige Ulrich, Bischof zu Augsburg. (Am 4. Juli.) Der heilige Ulrich ist aus einem der vornehmsten deutschen Ge- schlechter entsprossen. Sein Vater Hupal soll ein Graf von Kiburg, und seine Mutter, Thetpirga, eine Tochter Burkards, des Herzogs von Schwaben, gewesen seyn. Beide erhöhten ihren Adel durch ihre Tugenden, und richteten eben deßwegen ihre ganze Sorge auf eine gute Erziehung ihres Kindes, welches ihnen Gott, so zu sagen, zwei- mal schenkte, indem er es von einer tödtlichen Abzehrung in den er- sten Lebens-Monaten genesen ließ. Unter ihrcr sorgfältigen Pflege blühte Ulrich zu einem Knaben heran, der große Dinge von sich er- warten ließ. Die weitere Ausbildung seines Verstandes und seines Herzens wurde den Religiösen in St. Gallen, die durch Heiligkeit des Wandels und durch Gelehrsamkeit berühmt waren, anvertraut. Da machte er unter der Leitung des Mönches Waning in den Wis- senschaften und in der Tugend so große Fortschritte, daß er alle seine Genossen übertraf, und das glänzendste Muster der Heiligkeit ward. Wenn seine Mitschüler in den ErholungZstunden mit Erlaub-
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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