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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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Am 19. Dezember. 305 kommen gesund, nachdem er noch das hochheilige Opfer entrichtet hatte, von Mersedm'g ab. Am Morgen des folgenden Tages fühlte er große Schmerzen im Kopfe, setzte indessen doch die Reise fort. Die Schmerzen »ahmen so sehr zu, daß er sich auf dem Pferde nicht mehr halten konnte. Seine Begleiter bemerkten es, eilten ihm zu Hilfe, und verhüthctcn den Sturz. Sie breiteten einen Teppich auf die Erde aus, und legten ihn darauf. Da gab er unter Gebeth seinen Geist in die Hände des Schöpfers auf. Die Trauer um den hochverehrten Erzbischof war sehr groß und allgemein. Seine Leiche wurde nach Magdeburg gebracht, und in der Domkirche von Hilde- ward, dem Bischöfe von Halberstadt, mit gebührender Feierlichkeit beerdigt. Die heilige Adelhaid, Kaiserin. (Am 19. Dezember.) Adelhaid ist in der Geschichte des zehnten Jahrhunderts ein be- rühmter Name. Ihren Ruhm hat aber diese Fürstin nicht so fast durch die hohe Würde einer Königin und Kaiserin, als vielmehr durch ihre große Gottseligkeit erworben. Sie wird als eine Heilige verehrt, obschon ihr Name im römischen Heiligenuerzcichnisse nicht vorkommt. Sie war eine Tochter Rudolph I I . , Königs von Bur- gund, geboren im Jahre 931, und verlor ihren Vater, als sie erst sechs Jahre alt war. Im sechzehnten Jahre ihres Alters wurde sie von ihrem Bruder Konrad, dem Könige von Burgund, und von ihrer Mutter Bertha verheirathet an Lothar, den König von Italien, der seine Residenz in Padua hatte. Nach drei Jahren schon, im Jahre 950, wurde ihr Lothar durch einen schnellen Tod entrissen. Er hinterließ eine Tochter, Emma mit Namen, die nachmals mit Lothar, dem Könige von Frankreich, sich verehelichte. Adelhaid war also mit neunzehn Jahren schon eine Wittwe, und in diesem Stande vielen Gefahren und Verfolgungen ausgesetzt. Berengar, Graf von Ivrea, ein ehrsüchtiger und grausamer Mann, bemächtigte sich des Königreichs Italien, und nahm den königlichen Titel an. Von ihm und von seiner Gemahlin, welche von den Ge- schichtschreibern jener Zeit „ein Gefäß aller Laster" genannt wird, hatte Adelhaid sehr viel zu leiden. Sie wurde von ihnen grausam mißhandelt. Damil Berengar sich und seine Nachkommen im Besitze des Reiches befestige, wollte er sie bereden, seinen Sohn Adelbert zu ehelichen. Gie aber weigerte sich deffen standhaft, und entstammte Z»nl« Van». 10
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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