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Am 28. Februar. 313
er in demselben errichtet hatte, beibehalten. Er verdoppelte seine
Anstrengung, seine Arbeiten, und sein Gebeth, und erfreute sich des
segensreichsten Erfolges. Die Geschichte erzählt mehrere Wunder,
welche Gott durch seinen Diener, dem heil. Oswald, gewirkt hat.
Die Armen und Nothleidendcn verehrten ihn als ihren liebevollsten
Vater. Sehr reichlich ließ er Speisen, Kleider und Geld an sie
vertheilen. Alle Tage berief er zwölf Arme zu sich, wusch selbst
iynen die Füße, speisete sie, und bediente mit eigener Hand sie bei
Tische. Zu Ostern beschenkte er viele mit neuen Kleidern, und be-
hielt sie einige Tage bei sich. Der heilige Dunstan, der heilige
Ethelwald und der heilige Oswald waren bis zu ihrem Tode aufs
innigste vereiniget durch das Band heiliger Liebe und gleichen Elfers
für die Ehre Gottes und für das Heil der Gläubigen. Der heilige
Oswald starb in den Handen der Armen, denen er eben die Füße
wusch, am 29. Februar 992. Seine Leiche wurde nach Worchester
gebracht, und daselbst feierlich beerdiget.
Um Irdisches nicht auf eine unmäßige Weise besorgt, zufrieden
mit dem, was zu des Lebens Unterhalt nöthig ist, besitzt der ge-
treue Anhänger Jesu in Gott und durch Gott mehr, als was die
Welt zu geben vermag; immer überschwängliche Freude des Geistes,
Gottes, des Allmächtigen Trost in allen Begegniffen, freudige Hoff-
nungen der Zukunft, die Gaben des heiligen Geistes, die ihn schon
hier beseliget, und das Unterpfand des ewigen Lebens ist, durch
Jesum Christum, der für uns gestorben und auferstanden ist, mit
dem auch wir leiden und sterben, und mit dem auch wir auferstehen
werden zur ewigen Herrlichkeit im Himmel.
Der heilige Wolfgang, Bischof in Regensburg.
(Am 31. Oktober.)
Einige geben an, der heilige Wolfgang sey der Sohn eines
Grafen von Pfullingen gewesen, und seine Mutter habe Gertrudis ge-
heißen. Sehr frühe entwickelten sich bei dem kleinen Wolfgang die
vortrefflichsten Gaben des Verstandes und des Herzens. Er wurde
deßhalb, als er erst sieben Jahre alt war, von den rechtschaffenen
Aeltcrn einem Priester zum Unterrichte übergeben, und nachher in
das Kloster Rcichenau gebracht, welches in jener Zeit wegen guter
Erziehung der Jugend vorzugsweise berühmt, und eine Pflanzschul:
war, aus der die besten und wichtigsten Männer hervorgingen. Da
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
- Titel
- Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
- Untertitel
- Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
- Band
- 2
- Autor
- Anton Mätzler
- Verlag
- Landshut Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 1840
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 9.8 x 16.9 cm
- Seiten
- 982
- Schlagwörter
- Kirche, Gott, Glaube, Religion
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen