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Am 13. Oktober. 363
und machte schon am 5. Jänner des Jahres 1066 seinem frommen
Leben ein Ende. Seine Leiche wurde, wic er es angeordnet hatte,
in der. zu Ehren des heiligen Petrus neu eingeweihten Kirche in
Wcstmünster begraben.
Gott würdigte sich, durch seinen Diener Eduard schon bei Leb:
zeiten Wunder zu wirken, und da derselben nach seinem Tode noch
mehrere geschahen, so wurde er vom Papste Innozenz IX. in die
Zahl der Heiligen erklärt. Dieser heilige Eduard wird der Beichtiger
genannt, zum Unterschiede von jenem, der im Jahre 978 mit der
Martcrpalme begnadigt wurde.
Der heilige Petrus Damiani, Einsiedler und Bischof.
(Am 23,
Unter die seltenen Manner des X I . Jahrhunderts, welche Muth
genug hatten, das Verderben der Zeit laut und nachdrucksam zu
strafen, gehört vorzugsweise der heilige Petrus Damiani. Um ihn
zu einem vollkommenen Vorbilde der Tugend zu bilden, gefiel es
der göttlichen Vorsehung, ihn von seiner Kindheit an durch alle
Arten der Widerwärtigkeit zu prüfen. Er wurde geboren zu Ra-
venna im Jahre 1007, und war unter vielen Kindern seiner Eltern
das jüngste. Als seine Mutter von einem ihrer erwachsenen Söhne
den Vorwurf so vieler Kinder und des kleinen Erbtheils hörte, wurde
sie sehr zornig, riß den kleinen unschuldigen Peter von der Brust,
warf ihn weg, und ließ ihn liege». Schon war er vor Frost und
Hunger dem Tode nahe, als ein anderes Weib sich seiner erbarmte,
ihn labte, und durch ernstes Zureden die Mutter bewog, nach ihrer
mütterlichen Pflicht ihn zu pflegen. Seine Eltern starben, bevor er
noch die Knabenjahre zurückgelegt hatte. Ein älterer Bruder, der
vcrheirathet war, nahm ihn. zu sich, hielt ihn aber sehr hart, und
behandelte ihn als einen Sklaven. Als Peter etwas größer wurde,
mußte er die Schweine hüten. Da fand er einmal ein Silbcrstück.
Nun dünkte er sich reich, und sann in der ersten Freude hin und
her, was er sich dafür kaufen wolle. Er hatte eben großen Hunger.
Nach einer Weile sagte er zu sich selbst: „Was ich immer kaufe,
schafft mir nur ein vorübergehendes Vergnügen. Es ist besser, ich
gebe das Geld einem Priester, daß er fär meinen Vater das heilige
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
- Titel
- Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
- Untertitel
- Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
- Band
- 2
- Autor
- Anton Mätzler
- Verlag
- Landshut Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 1840
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 9.8 x 16.9 cm
- Seiten
- 982
- Schlagwörter
- Kirche, Gott, Glaube, Religion
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen