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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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Am 23. Februar. 367 der Reise wurde er aber von einem Fieber befallen, welches ihn nöthigte, zu Faenza in dem Kloster zu unsrer lieben Frauen zu blei- ben, und ihm scin nahes Lebensende ankündigte. Mit der vollkom- mensten Ergebung sah er seiner Auflösung entgegen, welche am 22. Februar 1072 erfolgte. Seine Leiche wurde im nämlichen Kloster, wo er starb, beerdiget. „Liebe Kinder! Haltet es für eine Sache, die aller Freude werth ist, wenn mancherlei Prüfungen über euch kommen." Apost. Jak. — ,)Den der Herr lieb hat, den züchtiget er. Er züchtiget jeden Sohn, den er als einen solchen aufnimmt.'- Der heilige Johannes Gualbertus, Abt. «Am 12. Juli.) Mit dem heiligen Petrus Damiani und andern guten Männern des XI . Jahrhunderts wetteiferte im Kampfe gegen die Simonie, gegen den Verfall der Kirchenlicht, und gegen das herrschende große Verderben der Sitten der heilige Johannes, mit dem Beinamen Gualbertus. Er wurde am Ende des X. Jahrhunderts geboren zu Florenz. Scin Vater Gualbcrtus war von edlem Geschlechte, und bekle,dcte eine ansehnliche Stelle beim Soldatenstandc. Es ist wahr- scheinlich, daß er auch für eben diesen Stand seine beiden Söhne, den Johannes und den Hugo, erziehen ließ. Ein besonderer Vor- fall aber gab dem ersten eine andere Bestimmung. Ein naher An- verwandter des Gualbertus, nach einigen Geschichtschreibern war es dessen Sohn Hugo, wurde in einem Zwiste von einem Andern er: mordet. Nach der Unsitte der damaligen Zeit war den nächsten Verwandten die Blutrache gestattet. Der Mörder suchte deßhalb den Augen der Gualberter sich zu entziehen. Eines Tages zog Jo- hannes, begleitet von Bewaffneten, der Stadt Florenz zu. Da stieß er unvermuthet auf den Mörder in einer so engen Straße, daß dieser nicht entweichen konnte, und in den größten Schrecken versetzt wurde, weil er den unvermeidlichen Tod erwartete. Der Erschrockene stieg vom Pferde, warf sich auf die Erde, und streckte die Hände, kreuzweis über einander gelegt, vor sich hin, angstvoll harrend auf den tödtlichen Streich. Dleses war der Augenblick der Gnade für Johannes. Der Anblick des Unglücklichen rührte ihn tief. Die Gestalt des Kreuzes, die derselbe mit seinen Händen vorstellte, erin- nerte ihn an das heilige Siegeszeichen der Christen, und d«se Er-
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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