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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
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Am 10. Mai. 407 Ephes. 4, 28." Durch diese zwei göttlichen Grundsätze hat Isidor seine Seele gcheiliget; indem er vor Allem für seine Seele und den Himmel sorgte, und dann in seinem Stande so emsig arbeitete, daß er nicht nur sich und die Seinigcn ehrlich nähren, sondern auch noch den Armen mittheilen konnte. Lasset uns seinem Beispiele nachah- men, und diese zwei Grundsätze zur Richtschnur des Lebens machen. Bor Allem lasset uns unsere Seele retten; aber dabei die standes- mäßige Arbeit nicht versäumen. Ein faules und müßiges Leben läßt sich mit der christlichen Frömmigkeit und mit der wahren Andacht nicht vereinigen. Arbeiten mit guter Meinung, arbeiten, weil es Gott haben wil l, wie es Gott haben wil l , Alles zu seiner Ehre thun, ist ein anhaltendes Gebeth und ein wahrer Gottesdienst. Solche Arbeiter und solche Arbeiten sind es, die Gott segnen wird für Zeit und Ewigkeit. Der heilige Gottfried, Bischof von Amiens. (Am 8. November.) Der heilige Gottfried (Godcftied) erblickte das Tageslicht um die Mitte des cilften Jahrhunderts, in der Grafschaft Soisons in Frankreich. Seine vornehmen Eltern, Frodon und Elisabeth, hatten lange schon in unfruchtbarer Ehe gelebt, und waren schon ziemlich auf Jahren, als Gott mit diesem Knaben sie segnete. Sie gaben ihm den Namen Gottfried, wahrscheinlich deßwegen, weil der fromme Abt zu St. Qucntin bei Pcronne, dessen Fürbitte bei Gott sie die- sen Segen zuschrieben, auch so genannt wurde. Aus eben diesem Grunde gaben sie ihn, als er erst fünf Jahre alt war, in das nämliche Kloster zur Erziehung. Vielfältig ließen damals die Vor- nehmen ihre Kinder in Klöstern erziehen. Bei dem jungen Gott- fried entwickelten sich schöne Gaben des Geistes, die durch sorgfältige Pflege der Mönche die herrlichsten Früchte brachten. Er machte große Fortschritte in Kenntnissen, und noch größere in der Tugend. Er wählte den Klosterstand, und empfing das Ordenskleid in dem Kloster, in welchem er seine Erziehung und Bildung erhalten hatte. Durch sein rastloses Streben nach Vollkommenheit ward er bald die Zierde des Klosters, und deßhalb, als er fünf und zwanzig Jahre alt war, zum Priester geweiht. Die Abtei zu Nogent, in der Picardie, befand sich um diese Zeit in großem Verfall. Sie wieder in den frühern Flor zu brin-
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
Titel
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Untertitel
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Band
2
Autor
Anton Mätzler
Verlag
Landshut Verlag
Ort
Wien
Datum
1840
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
9.8 x 16.9 cm
Seiten
982
Schlagwörter
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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