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^22 Der heilige ,^tto, Bischof ^u Bamder^ :c.
connte sich vergehen, und verging sich doch nicht. Gejnhen dleidcn
stine Güter, und alles Volk erzählt v>.',! ,<i,,e» ^olüü^üei!/- Ies.
Sir. !N, 5 — 12.
Der heilige Otto,
Glaubmsprediger in Pommern, li»d Bischof,^u Bamberg.
(Am 2. Iul,,)
Nach Angabe der Geschichtschreiber Sefrid und Ticmo, die zu
Otto's Zeit lebten, ist Otto in Schwaben geboren, aus einer vor:
nehmen Familie. Otto's Vater hieß auch Otto, und seine Mutter
Adelhaid. Die Zeit der Geburt des heiligen Otto laßt s,ck mit
Zuverlässigkeit nicht bestimmen; an, wahrscheinlichsten dürfte sie in
das 1062 gesetzt werden. Er wurde von seinen rechtschaffenen El-
tern christlich erzogen, und darauf den Wissenschaften gewidmet, in
denen er einen ausgezeichneten Fortgang machte. Kaum hatte er
aber die sogenannten niedern Schulen vollendet, als seine Eltern
starben. Sein Ärudcr Friedrich übernahm die Besorgung des Haus:
wesens, und ließ ihm eine so spärliche Unterstützung zukommen, daß
er sich außer Stand sah, die Studien fortzusetzen. Zu gefühlvoll,
seinen Bruder zu belästigen, oder seinen Anverwandten zudringlich
zu werden, faßte er den Entschluß, nach Polen zu reisen, wo gro-
ßer Mangel an tauglichen Lehrern, sogar für die niedern Schulen
war. In Polen widmete er sich mehrere Jahre dem Iugenduntcr-
richte; wobei er aber seine eigene höhere Bildung nicht versäumte.
Auf diese Weise verdiente er sich nicht nur den nöthigen Unterhalt,
sondern erwarb sich, weil er sehr mäßig und sparsam war, ein an-
sehnliches Vermögen. Seine Geschicklichkeit, sein rastloser Fleiß, und
noch mehr seine Gottesfurcht und scin unbefleckter Wandel, verschaff-
ten ihm große Hochschätzung. Sein Ruhm verbreitete sich, und kam
endlich an den herzoglichen Hof. Der Herzog Wladislaus lernte
ihn kennen, schenkte ihm großes Wohlwollen, zog ihn immer näher
an sich, und bediente sich endlich seines Rathes und seiner Dienste
in den wichtigsten Angelegenheiten, zumal bei verschiedenen Sendun-
gen an andere Höfe, wozu er vorzüglich tauglich war, weil er,
nebst der deutschen und lateinischen Sprache, auch die polnische
gründlich erlernt hatte, und weil ihm nebst den seltenen Vorzügen
des Verstandes und des Herzens, seine ungcmcinc Wohlgestalt des
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Band 2
- Titel
- Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
- Untertitel
- Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
- Band
- 2
- Autor
- Anton Mätzler
- Verlag
- Landshut Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 1840
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 9.8 x 16.9 cm
- Seiten
- 982
- Schlagwörter
- Kirche, Gott, Glaube, Religion
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen